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Spielplatz (vorne) und altes Feuerwehrhaus (hinten): auf dieser Fläche entsteht der Neubau.

Stadtrat geht in Klausur zum Thema Feuerwehrhaus

Wohnungen im Feuerwehrhaus: Stadtrat spielt Varianten mit Klötzchen durch

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Wie sind Wohnungen im neuen Feuerwehrhaus Tegernsee zu realisieren? Der Stadtrat fand bei seiner Sitzung am Dienstagabend noch keine Lösung und will jetzt in einer Klausur darüber beraten.

Tegernsee – Trotz Bemühungen der Bürgerinitiative zur Rettung des alten Feuerwehrhauses, auch zuletzt bei der Bürgerversammlung, bleibt die Stadt auf ihrem Weg für den Neubau. Zwei Varianten werden weiter verfolgt: ein komplexer Riegel (Variante K) oder ein L-förmiger Bau. Auf dieser Basis plant nun die Münchner Architektin Claudia Schreiber, die die EU-weite Ausschreibung gewonnen hatte, weiter. Am Dienstagabend, im erneut voll besetzten Sitzungssaal, ging es um die Frage, ob und wie Wohnungen in dem künftigen Bau realisiert werden können.

Variante K.

Eine wichtige Rolle, so erklärte Bauamtsleiterin Bettina Koch zunächst, spielen die Höhenentwicklung des Geländes, die Abstandsflächen zu den Nachbarn sowie insgesamt der städtebauliche Aspekt. Claudia Schreiber ging näher darauf ein und spielte die verschiedenen Möglichkeiten durch. Man könne das Gelände absenken, „doch jede Veränderung kostet Geld“, mahnte Schreiber. Sie zeigte Möglichkeiten für die Unterbringung von Wohnungen mit einer Größe von 55 bis 80 Quadratmetern in den Varianten auf – mal mit Kniestock, mal ohne. Mal in eingeschossiger- und in zweigeschossiger Form, mal mit Sattel-, mal mit Flachdach. Drei Wohnungen könnten beim Aufbau eines Stockwerks über der Fahrzeughalle entstehen, bis zu sechs bei einer zweigeschossigen Lösung. Dabei müsse man sich immer die Frage stellen, wie der Zugang zu den Wohnungen erfolgen könne und wo das Treppenhaus situiert werden könnte. Zudem müsse bei einer Anzahl ab drei Wohnungen eine Wohnung behindertengerecht angelegt sein. Auch müsse gelöst werden, wie die Versorgungsleitungen von oben in die Fahrzeughalle geführt werden können. Diese Frage sei entscheidend für die Statik und Konstruktion der Halle.

Variante L

Die Architektin zeigte verschiedene, an einem Modell dargestellte Varianten, ohne dabei schon Detaillösungen vorzustellen. Immer im Blick auch das Umfeld. „Wir sind mit dem Feuerwehrhaus groß in der Masse“, informierte Schreiber, „aber immer noch bescheiden in der Höhe.“ Dabei bezog sie sich auf das benachbarte Quartier Tegernsee, das Planquadrat gerade bauen lässt. Die dortigen Mehrfamilienhäuser und das Hotel sind immer noch wesentlich höher im Vergleich zum Feuerwehrbau, auch wenn dieser zweigeschossig ausfallen würde. Schreiber räumte ein, aus städtebaulicher Sicht noch nicht den richtigen Ansatz gefunden zu haben, und auch am Ratstisch sah man sich überfordert, bereits eine Entscheidung zu treffen.

Klausur nicht öffentlich

Hagn schlug vor, das Thema zu vertagen und in Klausur zu gehen. „Es gibt keine einfache Lösung mit Wohnungen“, sagte Hagn. „Die Abstandsflächen sind problematisch und die Belange der Nachbarn müssen berücksichtigt werden.“ In der Klausur könne man mit dem Modell alle Möglichkeiten durchspielen, auch die verschiedenen Einsatz-Szenarien. Mit verschiedenen Klötzchen wie in einem Baukasten könnte bei der Klausur die Varianten anschaulich dargestellt werden.

Für Martina Niggl-Fisser (Bürgerliste) war das der richtige Weg: „Ich fühle mich jetzt komplett überfordert, denn mit den Zeichnungen allein kann ich mir nichts vorstellen.“ Auch Peter Schiffmann (SPD) war für die Klausur, da er bisher „nur eine Tendenz“ für eine favorisierte Variante spüre. Vize-Bürgermeister Heino von Hammerstein (Bürgerliste) hielt die Dachform aus städtebaulicher Sicht für wichtig. Schreiber verwies darauf, dass es zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Sinn mache, sich darauf festzulegen. Thomas Mandl (SPD), der sich offenbar nicht mehr daran erinnerte, dass Claudia Schreiber die Ausschreibung gewonnen und der Stadtrat in Folge bereits einen entsprechenden Auftrag an die Architektin vergeben hatte, stellte fest: „K und L sind also die beiden Varianten. Leider bieten sich keine weiteren Alternativen.“ Er regte an, die Klausursitzung öffentlich durchzuführen, doch Hagn hielt dies mit Verweis auf Nachbarschaftsbelange nicht für machbar.

Mit der Gegenstimme von Thomas Mandl wurde dann beschlossen, das Thema in einer Klausur weiter zu beackern. Das Ergebnis soll dann in einer öffentlichen Stadtratssitzung vorgestellt werden.

Lesen Sie hier auch, wie der Stadtrat zuletzt entschieden hatte.

gr

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