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Die Ausstellung wurde vom Altertumsgauverein gestaltet, dessen Vorsitzender Hans-Herbert Perlinger ist. Sie ist bis zum 3. Oktober zu sehen.

Sonderausstellung im Museum Tegernseer Tal 

Der Zauber der Weißach, damals und heute 

Tegernsee - Von der Geschichte einer zauberhaften Landschaft zeugt die Sonderausstellung „Lebensraum Weißach“ des Museums Tegernseer Tal. Bis zum 3. Oktober ist sie noch zu sehen.

Welche Steine liegen in der Weißach? Welche Tiere leben dort? Wie sah der ursprüngliche Verlauf des Flusses aus? Diesen und anderen Fragen geht die Sonderausstellung „Lebensraum Weißach“ des Museums Tegernseer Tal auf den Grund. Bis zum 3. Oktober ist sie noch zu sehen. 

Die Vorbereitungen für die Ausstellung hätten mehrere Monate gedauert, berichtet Hans-Herbert Perlinger, Vorsitzender des Altertumsgauvereins, der das Museum führt. Die Anregung dazu sei vom Tegernseer Bürgerliste-Stadtrat Heino von Hammerstein gekommen, der die Weidegenossenschaft Weißachau als Anwalt vertritt. Die Ausstellung ist in mehrere Teilbereiche gegliedert. 

Der Rundgang umfasst die Geologie, alte Ansichten der Weißach, die Biologie sowie die wirtschaftliche Nutzung der Weißach. Zu sehen gibt es verschiedene Gesteinsarten, unter anderem den Tegernseer Marmor, mit dem Teile des Fußbodens im Gymnasium gepflastert sind. „Die Steine haben wir alle aus der Weißach geholt“, sagt Perlinger. Dazu kommen historische Dokumente, beginnend im Jahre 1640. Sie zeigen die Veränderungen im Verlauf der Weißach auf. Zudem stellt der Altertumsgauverein ein Modell des Tegernseer Tals aus dem Jahre 1822 aus. „Dieses Modell hat Max I. Josef damals erstellen lassen“, sagt Perlinger. „Herzog Max hat uns das netterweise zur Verfügung gestellt.“ Auch die Flora und Fauna rund um die Weißach ist Gegenstand der Ausstellung. So gibt es verschiedene Vogel- und Insektenarten und auch einen Biber zu sehen. Ein interessanter Aspekt ist die wirtschaftliche Nutzung der Weißach. 

„Früher diente sie dem Transport von Holz, später der Erzeugung von Strom“, erklärt Perlinger. Die letzte Station des Rundgangs behandelt die Bedeutung der Weidegenossenschaft Weißachau für den Fluss. In deren Besitz befindet sich nämlich ein Großteil der Flächen rund um die Weißach. „Ohne die Genossenschaft wäre wahrscheinlich alles zugewachsen. Dann hätten wir dort nicht diese Vielfalt“, erklärt Perlinger. 

Die Ausstellung bedeutete für den Verein, der das Museum ehrenamtlich führt, viel Arbeit. Wir berichtet, werden die Helfer knapp. Als Reaktion auf den Bericht, so Perlinger, hätten sich immerhin drei Leute gemeldet. Zwar brauche der Verein eigentlich 15, meint Perlinger. „Aber die drei, die sich gemeldet haben, sind aber schon mal ein Anfang.“

Von Bastian Huber

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