Plakette für Nachhaltigkeit: Auch das E-Werk Tegernsee hat sich dem Netzwerk „Gemeinsam nachhaltig am Tegernsee“ angeschlossen. Vertriebsleiter Florian Appel präsentiert das Siegel.
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Plakette für Nachhaltigkeit: Auch das E-Werk Tegernsee hat sich dem Netzwerk „Gemeinsam nachhaltig am Tegernsee“ angeschlossen. Vertriebsleiter Florian Appel präsentiert das Siegel.

Bekenntnis für die Zukunft

Bewusster Tourismus: 40 Betriebe unterstützen „Gemeinsam nachhaltig am Tegernsee“

Um nachhaltigen Tourismus im Tegernseer Tal zu fördern, hat die Tourismusgesellschaft in der Region das Projekt gestartet. Mittlerweile hat die Initiative zahlreiche Teilnehmer.

Tegernseer Tal – Seit dem Startschuss im Dezember (wir berichteten) haben sich 40 Betriebe mit und ohne touristischen Hintergrund zum Netzwerk „Gemeinsam nachhaltig am Tegernsee“ der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) bekannt. Die Idee, sich gegenseitig beim Thema Nachhaltigkeit zu inspirieren und anzustacheln, zündet.

„Es ist ein guter Anfang“, sagt Michael Götz, zuständig für Nachhaltigkeit und Qualität bei der TTT, mit Blick auf die vergangenen Monate, in denen er das Projekt „Gemeinsam nachhaltig“ ins Laufen brachte. Dieses sei keine weitere Zertifizierung, bei der man den Teilnehmern Qualitätsmerkmale überstülpe oder vorgebe, wer dabei sein und mitmachen kann. Es gehe vielmehr um die Etablierung eines Netzwerks, einer Partnerschaft oder Initiative, die von unten herauf wachsen soll und bei der sich die Betriebe zunächst bewusst machen und darlegen, was sie von sich aus – eventuell schon seit Jahren und daher mit Selbstverständlichkeit – in Sachen Nachhaltigkeit tun. „Sicher ist da noch Luft nach oben. Wir im Tegernseer Tal sind natürlich noch lange nicht vollkommen nachhaltig“, sagt Götz.

Tegernseer Tal: 40 Betriebe unterstützen „Gemeinsam nachhaltig am Tegernsee“

Aber so gänzlich unbeleckt, wie es von außen den Anschein haben könnte, sind die Betriebe im Tegernseer Tal auch nicht. Und das wird nun sichtbar. 40 Betriebe aus sechs unterschiedlichen Sparten haben sich zum Thema Nachhaltigkeit bekannt. Sechs weitere sind noch in der Pipeline. Es sind Gastgeber, (Reise-)Veranstalter und Produzenten, die Energie-Themen, Wasseraufbereitung, E-Mobilität, Blühflächen und ökologische Aspekte auf dem Schirm haben – von der genossenschaftlichen Käserei, über die Stoffdruckerei, das Fashionlabel, den international arbeiteten Papierhersteller bis hin zu Gastgebern, die nur regional erzeugte Lebensmittel auftischen. Mit Betriebsbeschreibungen und Fotos bekennen sie auf der gemeinsamen Homepage www.tegernsee.com/nachhaltig Farbe und zeigen, was in ihrem Betrieb bereits nachhaltig funktioniert.

Heilpraktikerin, Buchautorin und Gastgeberin Elisabeth Dießl vom Gästehaus Brand in Bad Wiessee beispielsweise hat sich als eine der ersten zur Initiative bekannt, weil „wir uns für den Nachhaltigkeitsgedanken nicht verbiegen oder ihn neu erfinden müssen, sondern weil Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und Gesundheit in unserem Haus eh gelebt wird“. Seit Kurzem ist auch das E-Werk Tegernsee mit dabei, das sich in den Themen Mobilität Ladesäulen und Blühwiesen wiederfindet. „Als Energieversorger sind wir in vielen Teilbereichen das Thema Nachhaltigkeit betreffend involviert und sind froh, dass man nachhaltiges Engagement kanalisiert, ihm einen Namen gibt und eine Plattform bietet“, sagt E-Werk- Vertriebsleiter Florian Appel.

Tegernsee: TTT macht ein Bekenntnis für die Zukunft

TTT-Chef Christian Kausch ist mit der „positiven Resonanz“ hochzufrieden: „,Gemeinsam nachhaltig’ ist fast schon ein Selbstläufer. Wir wollen Impulse setzen und die Teilnehmer anstacheln, dass sie sich wiederum gegenseitig inspirieren. Das funktioniert sehr gut.“

Der eine oder andere Teilnehmer hat das Thema Nachhaltigkeit sogar schon so verinnerlicht, dass er an der Plakette – rund, mit einem kaum als Wallberg auszumachenden stilisierten Hausberg und wider erwartend aus Acryl anstatt aus Holz, Emaille oder Keramik – Anstoß nahm. Vonseiten der TTT hieß es dazu, dass man sich bewusst für das sehr langlebige Acryl entschieden habe, das im Übrigen auch lokal produziert wurde.

von Alexandra Korimorth

Lifestyle Long Islands und der Lässigkeit Malibus - das ist so die Umschreibung von Til Schweigers Konzept für ein geplantes Hotel-Projekt in Bad Wiessee am Tegernsee. Das Grundstück hat eine lange Vorgeschichte. Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem neuen, regelmäßigen Tegernsee-Newsletter.

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