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Mit Volldampf wird auf der Baustelle in Abwinkl gearbeitet. Die Firma Planquadrat errichtet dort die Tegernsee Villen. Eine Erdbau-Firma musste gehen, der Auftrag wurde schnell neu vergeben.

Erdbauarbeiten kurz ins Stocken geraten

Tegernsee Villen sollen bis zum Frühjahr 2018 fertig sein 

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Bad Wiessee - Der Bau der Tegernsee Villen schreitet schnell voran. Im Frühjahr 2018 sollen sie fertig sein. Nur kurz kamen die Arbeiten mal ins Stocken: Die Zusammenarbeit mit einer Firma wurde beendet.

Mit Volldampf wachsen die Tegernsee Villen in Abwinkl aus dem Boden. Im Frühjahr 2018 sollen sie fertig sein. Verzögerungen kann die Firma Planquadrat als Investorin nicht gebrauchen. Eine Erdbau-Firma musste deshalb das Feld räumen, was für Gerüchte sorgte.

 „Es ist das beste Objekt, das wir je gehabt haben“, schwärmt Thomas Hofer, Geschäftsführer der österreichischen Firma Planquadrat. Wie berichtet, hat das Unternehmen Gelände und Planung im August 2015 von dem Wiesseer Wirts-Ehepaar Brenner und der Rottacher Familie Radmer übernommen. Aus dem im Gemeinderat umstrittenen und am Ende gescheiterten Projekt Brenner Park – Investitionsvolumen: rund 50 Millionen Euro – wurden die Tegernsee Villen. Eine exklusive Anlage mit 34 Luxuswohnungen, bei Bedarf können Serviceleistungen dazu gebucht werden. „Wir haben jetzt 65 Prozent der Wohnungen verkauft“, berichtet Hofer. Bei weiteren 15 Prozent fehle nur noch die Beurkundung. Auch sonst geht alles ziemlich schnell. 

„Wir sind im Bauablaufbahn vier Wochen voraus“, erklärt Hofer. Nur in einem Bereich habe es gehakt: Die Erdarbeiten waren sechs Wochen im Verzug. „Da mussten wir die Notbremse ziehen“, meint Hofer. Planquadrat habe die Zusammenarbeit mit der zunächst beauftragten Erdbau-Firma beendet. Als die ihre Maschinen Mitte der Woche von der Baustelle entfernte, ging das nicht geräuschlos ab. Gerüchte waberten durch den Ort: Planquadrat bezahle seine Auftragnehmer nicht, am Ende werde das ganze Mammut-Projekt platzen. Das kam auch Hofer zu Ohren. „Und ich habe mich darüber sehr geärgert.“ Er werde sich gegebenenfalls noch juristisch auseinandersetzen. 

Schließlich könnten solche Gerüchte durchaus Schaden anrichten, auch ohne jeden Wahrheitsgehalt. Tatsächlich stehe Planquadrat finanziell sehr gut da und investiere gerne am Tegernsee, versichert Hofer. Denn dort laufe es „unglaublich gut“. So schreite der Verkauf deutlich schneller voran als erhofft. „Und wir haben sehr angenehme Kunden.“ Etwa die Hälfte der Käufer wolle den Hauptwohnsitz sofort nach Bad Wiessee verlegen, andere dürften nach Abschluss ihres Berufslebens nachziehen, meint Hofer. Er sei sicher, die noch verbliebenen Wohnungen ebenfalls zügig vermarkten zu können: „Wir haben aktuell noch 80 Anfragen.“ Für den Erdbau hat Planquadrat in Windeseile eine andere Firma engagieren können. „Aus der Region“, sagt Hofer. 

Seitdem gehe es auch in diesem Bereich sehr schnell voran. Das muss es auch. Als Übergabetermin ist der 30. Juni 2018 festgeschrieben. Tatsächlich, so Hofer, werde wohl alles drei bis vier Monate früher fertig sein. Bebaut wird ein etwa 15 000 Quadratmeter großes Gelände in Abwinkl. Dort stand einst das Elternhaus von Jupp Brenner. Er wollte in seinem Heimatort eine Wohnanlage mit Hotelcharakter realisieren. Die Käufer sollten sich zur Buchung der Serviceleistungen verpflichten – auch mit dem Effekt, dass keine Nebenwohnsitze entstehen. Doch das war der Kundschaft wohl zu viel Zwang. Planquadrat bietet den Service ebenfalls an – ganz ohne Verpflichtung.

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