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Großen Andrang, wie hier rund um die Bar beim Auftakt im vergangenen Jahr, erwarten die Veranstalter vom FC Real Kreuth auch heuer.

Auftakt in Kreuth

Gerüstet für den Waldfest-Start am Tegernsee: Was uns Neues in der Saison erwartet

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Am Freitag, 8. Juni, und damit so früh wie nie zuvor, startet in Kreuth die Waldfest-Saison 2018 im Tegernseer Tal. Die Fußballer vom FC Real Kreuth sind für den Ansturm gerüstet.

Kreuth – Dem Waldfeststart in Kreuth fiebern einheimische und auswärtige, jugendliche und ältere Besucher jedes Jahr aufs Neue ganz besonders entgegen: endlich wieder „griabig“ beisammensitzen, Hendl, Bier, Brotzeit und Steckerlfisch genießen, ratschen, flirten, sich über zünftige Blasmusik freuen, sich vor Goaßlschnalzern ducken, Schuhplattler bewundern, an der Schießbude sein Glück versuchen und sich dann zu vorgerückter Stunde unterm nächtlichen Sternenhimmel zur Party an der Bar treffen. Der Ansturm aufs Waldfest des FC Real Kreuth am Leonhardstoana Hof ist jedes Jahr gewaltig. Rund 3500 Besucher kamen 2017 am Freitag, dem Premierentag. Gut 5000 am Tag darauf. Auch heuer rechnet Max Breunig, seit fünf Jahren Vorsitzender des Vereins, mit einem ähnlichen Andrang.

Was sich im vergangenen Jahr bewährt hat, wird heuer wiederholt: „Wir werden wieder einen kostenlosen Shuttlebus einsetzen, der die Besucher rund um den Tegernsee heimbringt“, sagt Breunig. Um 0.30, 1.45 und 3 Uhr wird er am Waldfestplatz abfahren. Haltestellen sind am Rottacher Rathaus, am Rathausvorplatz in Tegernsee, am Bahnhof in Gmund und in Bad Wiessee am Gasthof Zur Post. Damit es kein Gerangel um die Plätze gibt, soll heuer ein großer Gelenkbus beim RVO organisiert werden. Der war ursprünglich auch im vergangenen Jahr geplant, doch tatsächlich kam dann ein kleinerer Bus zum Einsatz.

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Finanziert wird der Bus von der Gemeinde Kreuth. „Der Bus hat sich bewährt, das haben wir nach der Waldfest-Saison gemeinsam festgestellt“, sagt Bürgermeister Josef Bierschneider. Daher habe der Gemeinderat einstimmig beschlossen, auch heuer das Geld locker zu machen. Im Haushalt ist die Summe bereits eingeplant. 2017 waren es 800 Euro pro Nacht. Der Bus wird viermal zum Einsatz kommen: zweimal beim Waldfest der Fußballer, zweimal beim Fest des Skiclubs. „Die anderen Kreuther Waldfeste der Hirschbergler und der Leonhardstoana sind Sonntags-Waldfeste, da ist der Bus nicht nötig“, sagt Bierschneider.

Thema Sperrzeit: Auch hier knüpfen die Fußballer an gute Erfahrungen aus dem Vorjahr an: Um 2.30 Uhr gibt’s das letzte Getränk an der Bar, „um 3 Uhr ist das Fest definitiv beendet“, kündigt Breunig an. Damit Randalierer keine Chance haben, organisiert der Verein einen Security-Dienst, der rund um das Gelände im Einsatz sein wird. Kurz vor dem Waldfest werde er sich zudem mit der Polizei wegen letzter Details besprechen. 

Nach dem brutalen Übergriff vor zwei Jahren beim SC-Waldfest haben die Kreuther aus ihren Erfahrungen gelernt.

Hart durchgreifen wie am Holzkirchner Frühlingsfest, wo heuer erstmals im kompletten Umfeld ein Alkoholverbot galt, werde man aber nicht. „Wir gehen davon aus, sich Probleme, wie wir sie vor mehreren Jahren mal hatten, nicht mehr wiederholen“, hofft der Vorsitzende.

Los geht’s also am Freitag, 8. Juni, ab 17 Uhr mit der Warngauer Blasmusik. Am Samstag, 9. Juni, spielen ab 15 Uhr die Gmunder Dorfmusikanten auf. Der Eintritt kostet einen Euro. Der Bierpreis steht laut Breunig noch nicht konkret fest, wird aber wohl zwischen 6,50 Euro und 6,80 Euro liegen. Das halbe Hendl kostet ebenso viel.

Warum der Startschuss heuer so früh fällt? Breunig hat da eine ganz einfache Erklärung: „Unser Fußballerfest steigt immer zwei Wochenenden vor den Hirschberglern. Und die sind immer am letzten Sonntag im Juni dran, das ist heuer der 24. Juni.“

gr

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