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Das Brauchtum hoch halten: Die jungen Trachtler zeigen auf der Oiden Wiesn traditionelle Tänze und Plattler.

Mit Goaßsprung und Schnacklwalzer auf die Oide Wiesn

Tegernseer Tal – Bühne frei für die Trachtler aus dem Tegernseer Tal auf der Oiden Wiesn. Am Samstag, 1. Oktober, präsentiert die Gaugruppe auf dem Münchner Oktoberfest einen Tag lang bayerische Lebensart und echtes Brauchtum.

Seit den Waldfesten laufen die Vorbereitungen für den Auftritt der Tegernseer im Festzelt „Tradition“ der Oiden Wiesn auf Hochtouren. Einen Tag lang soll dort die Gruppe „Tegernseer Tal“ des Oberlandler Gauverbands das Programm gestalten – mit Musik, Tänzen, Schuhplattlern und Goaßlschnalzern.

Knapp 60 Mitglieder des Volkstracht-Erhaltungsvereins D’Neureuther Gmund, des Gebirgs-Trachten-Erhaltungsvereins D’Hirschbergler, des Heimat- und Volkstrachtenvereins Bad Wiessee am Tegernsee, des Gebirgstrachtenerhaltungsvereins Schmied von Kochel, Waakirchen, des Gebirgstrachtenvereins Bodenschneid, Hauserdörfl, des Gebirgstrachtenvereins Schaftlach-Piesenkam sowie der Trachtenvereine D’Leonhardstoana aus Kreuth und D’Wallberger aus Rottach-Egern werden an dem Tag abwechselnd die zwei Bühnen im Festzelt und im Biergarten bespielen.

Wolfgang Schäffler, Vorsitzender der Gaugruppe Tegernseer Tal, hat zusammen mit den Vorständen der Tal-Vereine den kompletten Auftritt koordiniert und organisiert. Die Gaugruppe hatte sich bereits vor zwei Jahren beworben und den Zuschlag bekommen.

„Wenn man angeschrieben wird, ist das eine Ehre. Und man muss schnell sein“, erklärt Schäffler. Denn Trachtler aus allen Regionen, bis aus Ungarn, würden sich um diese Chance bemühen. „Geplant haben wir vor allen Dingen Tänze und Plattler, bei denen es richtig was zu sehen gibt: Goaßsprung, Schnacklwalzer, Kronentanz, Mühlradl und dergleichen.“

Die Herausforderung liege darin, die Plattler aus den unterschiedlichen Vereinen zusammenzuführen. Grundsätzlich sind die Tänze gleich. Aber es gibt kleine gemeindliche Unterschiede. „Hier ein Sprung dazwischen, dort ein Klatscher oder ein Handschlag. Das muss harmonisiert werden“, sagt Schäffler lachend.

Deshalb haben Schäffler und die Vorplattler insgesamt drei große gemeinsame Proben angesetzt – in Schaftlach, in Gmund und bei den Hirschberglern. Dort kamen die Tänzer und Plattler – alle zwischen 18 und 25 Jahre alt –, die acht Kreuther Goaßlschnalzer sowie die Königsalm-Musi aus Rottach-Egern und Bad Wiessee zusammen. „Die Motivation ist hoch“, sagt Schäffler.

Eine feste Programm-Dramaturgie gibt es nicht. Der Ablauf erfolge auf Absprache mit dem Kapellmeister der festen Musi vor Ort. „Das geht in der Regel recht locker runter“, weiß Schäffler aus den Erfahrungen seiner Vorstandskollegen im Gauverband. Es könne auch spontan passieren, dass das Fernsehen Teile des Auftritts aufzeichnet. Vor Ort ist also alles offen. Fix ist nur, dass die Tegernseer ab 12 Uhr auf den Bühnen stehen.

Damit die rund 80 Teilnehmer auch zusammen nach München kommen, stockt die BOB den regulären Zug um einen Wagen auf. Für Vereinsmitglieder, die sich in Tracht den Auftritt vor Ort anschauen wollen, gibt es Mitfahrgelegenheiten. Sie können sich unter z 01 51 / 22 38 25 47 beim Gaugruppenvorsitzenden Schäffler anmelden.

Alexandra Korimorth

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