Ereignisreiche Nachtschicht für die Polizei

Sohn (20) attackiert eigene Mutter mit Messer

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Tegernseer Tal - Ein Messerangriff, streitende Asylbewerber, ein Schlangen-Alarm: Die Nachtschicht der Polizei Bad Wiessee hatte am Wochenende so einiges zu bieten. Es gab mehrere Festnahmen. 

Einsatz Nummer eins

Die Reihe der Einsätze begann mit einer Kuriosität. Am Samstag gegen 20 Uhr wurde eine Streife nach Tegernsee gerufen. Dort bat eine Frau um Hilfe, weil ihr aus einer Bananenverpackung angeblich eine Schlange entgegenschaute. Vor Ort holten die Beamten – ausgerüstet mit Handschuhen und einem Stock – das schlangenähnliches Tier aus der Verpackung. Sie konnten rasch Entwarnung geben. „Letztendlich handelte es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit lediglich um einen großen Regenwurm“, schreibt die Polizei in ihrem Pressebericht.

Einsatz Nummer zwei

Einige Stunden später, gegen 23.30 Uhr, rückten die Beamten wegen einer Ruhestörung in die Rottacher Seestraße aus. Im Pavillon der Kuranlage hielten sich zwei Männer auf, die laut Musik hörten. Als die Polizisten den Krach unterbanden, roch es laut Pressebericht verdächtig nach Marihuana. Tatsächlich wurde bei der körperlichen Durchsuchung der Männer eine kleine Menge der Droge gefunden. Eine anschließende Wohnungsdurchsuchung bei einem der Ruhestörer, einem 40-jährigen Rottacher, brachte weitere Betäubungsmittel zum Vorschein. Auch die wurden sichergestellt.

Einsatz Nummer drei

Der dritte Fall dieser Nacht führte die Polizei zur Asylbewerberunterkunft nach Kreuth. Dort war eine 33-jährige Frau aus Nigeria von ihrem Partner (39) heftig ins Gesicht geschlagen worden. Sogar der Rettungsdienst musste anrücken. Die Frau fuhr mit dem BRK zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus Agatharied. Der Mann musste wegen seines aggressiven Verhaltens die Polizei zur Dienststelle begleiten, wo er den Rest der Nacht in Gewahrsam verbrachte.

Einsatz Nummer vier

Kur vor 2 Uhr dann der letzte und wohl schwerwiegendste Fall dieser Nacht: In Bad Wiessee wurde über den Notruf ein versuchter Messerangriff gemeldet. Eine 40-jährige Frau wurde von ihrem eigenen Sohn (20) mit einem Messer attackiert. Sie konnte sich aber mit einem Pfefferspray wehren, so dass sich der junge Mann zurückzog und einsperrte. Die Beamten, die schon kurze Zeit später anrückten, konnten den 20-Jährigen überwältigen und festnehmen. Die Mutter kam mit dem Schrecken davon, verletzt wurde sie nicht.

Auf Nachfrage erklärte ein Sprecher der Polizei, dass es sich bei der Waffe um ein größeres Küchenmesser gehandelt habe, mit dem die Frau durchaus schwerer verletzt hätte werden können. Der junge Wiesseer schleuderte den Beamten bei der Festnahme auch noch verfassungsfeindliche Parolen entgegen. Daher erwartet ihn neben einer Anzeige wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung noch ein weiteres Strafverfahren. Der Mann blieb vorerst in Gewahrsam.

gab

Rubriklistenbild: © dpa

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