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Übergabe-Termin am Flughafen : Gisela Hölscher und Bürgerm eister Sepp Hartl (r.) überreichen die gesammelten Unterschriften im Ordner an Minister Alexander Dobrindt. Der zeigte sich bestens vorbereitet und machte sich viele Notizen.

Waakirchner übergeben Unterschriften pro Tunnel

3500 Unterschriften für Dobrindt

Die Aktion pro Tunnel in Waakirchen ist an der obersten Adresse angelangt: Gemeinderätin Gisela Hölscher und Bürgermeister Sepp Hartl überreichten die Unterschriftenlisten jetzt an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, der sich über eine Stunde Zeit nahm.

Waakirchen– Die beste Lösung, um Waakirchen vom Verkehr zu entlasten, wäre ein Tunnel. Darin scheinen sich Gemeinde und die verschiedenen Gruppierungen im Ort mittlerweile ziemlich einig. Das Staatliche Bauamt ist gerade dabei, die Möglichkeiten dafür zu prüfen. Unterdessen hatte FWG-Gemeinderätin Gisela Hölscher einen Termin an höchster Stelle: Gemeinsam mit Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) überreichte sie an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt einen dicken Ordner mit Unterschriften-Listen. Wie berichtet, hat Hölscher 3500 Unterschriften gegen die Südumfahrung und für einen Tunnel gesammelt.

Auch die „Bürgerbewegung Entlastung der B 472“ hatte diese Aktion unterstützt und nach eigenen Angaben „maßgeblich zur erfolgreichen Sammlung beigetragen“. „Die Übergabe markiert daher auch für uns einen wichtigen Meilenstein und Abschluss dieser Aktion“, erklärt Sprecher Lars Hülsmann in einer Pressemitteilung. Dass neben der Initiatorin Hölscher auch Rathaus-Chef Hartl an der Übergabe teilnahm, zeige die „klare sowie einige Unterstützung der gesamten Gemeinde pro Tunnel und gegen die geplante Ortsumfahrung“. Bekanntlich hatte die Bürgerbewegung bereits eine eigene Trasse für einen Tunnel vorgeschlagen.

Die Übergabe der Unterschriften pro Tunnel an den Minister fand am Münchner Flughafen statt. Dobrindt, der dort gerade von einem Termin in Hamburg zurückgekehrt war, zeigte sich dabei bestens über das Thema informiert, berichtet Hölscher: „Statt eines kurzen Fototermins ergab sich aus den Interesse des Verkehrsministers an unserer Problematik ein über einstündiges Gespräch in gelöster Atmosphäre“, teilt die Gemeinderätin mit. „Insbesondere die erneute Ortsteilung sowie der Flächenverbrauch im Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiet wurden dabei diskutiert.“ Hölscher und Hartl nutzen die Gelegenheit, um auf die einmalige Chance für Waakirchen hinzuweisen. „Dazu gilt es, alle Lösungen auf den Prüfstand zu stellen und nicht ausschließlich auf der besten Kosten-Nutzen-Variante zu bestehen“, so Hölscher. „Dies stieß bei Bundesverkehrsminister Dobrindt auf offene Ohren.“ Er habe eine konstruktive Zusammenarbeit zugesagt, bei der alle Varianten „eingehend und transparent“ geprüft würden. Das Straßenbauamt hat eine erste Prüfung der Tunnelvariante bereits begonnen.

gab/ag

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