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Festgottesdienst unterm weißblauen Himmel mit 8000 Gebirgsschützen: So startete das Alpenregionstreffen in Waakirchen am Sonntag.

Über 8000 Gebirgsschützen erwartet

Alpenregionstreffen 2016: Was Sie jetzt wissen müssen

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    Gerti Reichl
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Waakirchen - Sie kommen: 8000 Gebirgsschützen schlagen diese Stunden in Waakirchen auf. Richtig spannend wird's ab Samstag. Alles, was Sie jetzt wissen müssen.

Das größte Gebirgsschützenfest der Welt ist gestartet. Die Gebirgsschützen kommen nicht nur aus ganz Bayern. Auch aus Tirol, Südtirol und Welschtirol reisen tausende Mann nach Waakirchen, um am Alpenregionstreffen teilzunehmen. Was sie da machen, was es zu sehen gibt und wie Sie hinkommen, lesen Sie hier.

Organisator Beilhack zieht Bilanz

Martin Beilhack hat es geschafft. Das Alpenregionstreffen mit 8000 Gebirgsschützen und 5000 Zuschauern, einem abwechslungsreichen Programm und tollen Szenen ist unter seiner Regide erflogreich über die Bühne gegangen. Bei uns zieht er Bilanz.

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Plötzlich Schalk - den doch eigentlich nur verheiratete Frauen tragen sollten. Haben wir da was verpasst, Frau Aigner? Im Interview verrät die Ministerin uns, mit wem sie verheiratet ist.

Massenschlägerei im Festzelt nach EM-Viertelfinale

Eigentlich sollte es ein Fest der Freundschaft werden. Doch nach Ende des EM-Viertelfinales Deutschland gegen Italien brach im Festzelt eine Schlägerei mit bis zu 50 Personen aus. Dem Vernehmen nach zwischen Südtirolern und Italienern. Die Polizei hat die Ermittlungen nach zwei Tagen eingestellt. Und zieht allgemein Bilanz nach dem Alpenregionstreffen.

Der Festsonntag: Gottesdienst und Festzug unterm weiß-blauen Himmel

Alpenregionstreffen: Festzug mit 8000 Schützen

Die große Eröffnung: Feierlicher Festakt unterm Löwen

Alpenregionstreffen: Feierlicher Start unter dem Löwen

Gebirgsschützen und Samba-Tänzerinnen: Die Brasilianische Nacht

Gebirgsschützen und Samba - geht das? Das geht!

Alpenregionstreffen der Gebirgsschützen - was ist das?

Stehen schon mal probe: Die Waakirchner Gebirgsschützen vor ihrem Löwendenkmal. Auch dort wird es eine große Veranstaltung geben.

Seit 1978 findet alle zwei Jahre das Alpenregionstreffen der Gebirgsschützen aus Bayern, Tirol, Südtirol und dem Trentino („Welschtirol“) statt, dieses Jahr zum 24. Mal. Mindestens 80 00 Gebirgsschützen aus der gesamten Alpenregion haben ihr Kommen angekündigt. Bis heute halten die Gebirgsschützen Bayern zusammen. Warum das so ist, lesen Sie in unserer großen Hintergrund-Story über die Gebirgsschützen.

Der Organisator

Das Alpenregionstreffen der Gebirgsschützen in Waakirchen ist eine Mammut-Aufgabe für die Waakirchner Kompanie um Hauptmann Martin Beilhack. Und der hat die Begeisterung für die Gebirgsschützen im Blut. Schon als Fünfjähriger marschierte er als „Taferlbua“ in der Kompanie mit – bei Patronatstagen ebenso wie bei den Gedenkfeiern zur Sendlinger Mordweihnacht jedes Jahr an Heilig-Abend. 

Seit 2006 geht er als Hauptmann der Waakirchner Kompanie vorneweg, zusammen mit den rund 300 Aktiven. Dass er das Alpenregionstreffen organisieren darf, macht Beilhack sehr stolz. „Dass der Bund der Bayerischen Gebirgsschützen uns den Zuschlag gegeben hat, ist schon eine besondere Ehre“, sagt der 60-Jährige.

Alpenregionstreffen - warum gibt es das?

Kommt wahrscheinlich auch: Ein Nachkomme des berühmten Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer.

Das Alpenregionstreffen findet nur einmal alle acht Jahre in Bayern statt. Sonst wird abgewechselt. In Bayern gibt's 47 Kompanien. Tirol hat stolze 234 Kompanien, Südtirol immerhin noch 140 Kompanien und Welschtirol folgt mit 26 Kompanien. Auch in Rottach-Egern (1983) und in Gmund (1992) fand das Alpenregionstreffen schon mal statt. „Wir Gebirgsschützen zeigen damit, dass wir die gleichen Wurzeln, den gleichen Glauben und die gleiche Geschichte haben, auch wenn wir im Laufe der Zeit auf unterschiedlichen Seiten standen“, erklärt Beilhack den Sinn des Treffens. Es soll mehr sein als ein Fest mit folkloristischer Idylle und nostalgischem Gedenken an gute alte Zeiten und vor allem eins: Freundschaften fördern.

Die Location: Hier findet alles statt

Zwei Festzelte sind an der Bundesstraße 472, neben dem Schereranwesen, in Waakirchen aufgestellt. Alle Straßensperren wegen des Alpenregionstreffens der Gebirgsschützen im Detail gibt's hier.

Im Zelt und ringsum finden alle Veranstaltungen statt, offizielle Festakte ebenso wie der Festgottesdienst. Hier startet auch der Festzug durch Waakirchen. Auf einer Länge von 2,4 Kilometern können Zuschauer die bis zu 8000 teilnehmenden Gebirgsschützen in ihren historischen Monturen beklatschen. Zum Rahmenprogramm gehören ein Musikantentreffen, ein Gaujugendnachmittag mit Plattlern und kleinem Festzug und auch eine Brasilianische Nacht am Freitagabend. 

Karte: Sperren, Parkplätze, Umgebung

Brasilianische Nacht: So kam die Idee zustande

Gebirgsschützen vom Mangfalltal und Leitzachtal. Ein Abzeichen der Gastgeber-Region.

Die Idee dazu hatte Beilhack, als er vor zwei Jahren in Brasilien das von Tiroler Schützen gegründete Dorf Treze Tílias (Dreizehnlinden) besuchte. Die brasilianische Lebenslust will er nach Waakirchen holen. „Wir wollen schließlich auch der Jugend was bieten.“ Viel Arbeit für die Kompanie. Beilhack weiß aber, dass er sich auf die „im Feiern geübte Waakirchner Dorfgemeinschaft“ verlassen kann. 

Das Programm

Hier wird eine große Gedenkfeier am Samstagabend stattfinden: Löwendenkmal in Waakirchen.

Der Höhepunkt des Treffens in Waakirchen wird der große Festzug aller Schützen am Sonntagvormittag nach dem Gottesdienst sein. Das Alpenregionstreffen dauert vom Donnerstag, 30. Juni, bis Sonntag, 3. Juli . Mit einem Musikantentreffen von vier „Tanzlmusiken“ beginnt es am Donnerstag. Am Freitagabend steigt die große „Brasilnacht“ mit Sambatänzerinnen und Copacabana-Bar. 

Der Samstagnachmittag gehört der Gaujugend mit Jugendplattln und Festzug. Am Abend findet ein gemeinsamer Festakt der Schützen am Oberländer-Denkmal statt, mit Übergabe der Alpenregionsfahne, Totengedenken und Serenade. Das Denkmal, der Waakirchner Löwe, wurde übrigens vor zwei Jahren schon frisch saniert - extra für das Alpenregionstreffen. Im Anschluss spielt im Festzelt die Waakirchner Schützenkapelle. Am Sonntagmittag nach dem Festzug spielen im Festzelt Musikkapellen aus der Alpenregion. Die „Original Tiroler Kaiserjägermusik“ gibt bei freiem Eintritt ein Sonderkonzert.

Die Promis: Ministerpräsident Horst Seehofer kommt nicht

Schade: Der bayerische Ministerpräsident, traditionell der Schirmherr der bayerischen Gebirgsschützenkompanien, kommt nicht zum Alpenregionstreffen. Er hat zeitgleich einen Termin in Hof beim Tag der Franken. Dafür schickt er seine Stellvertreterin Ilse Aigner.

Im Einzelnen:

  • Musikantentreffen: Donnerstag, 30. Juni, 19 Uhr
  • Brasilianische Nacht: Freitag, 1. Juli, 20 Uhr
  • Gaujugendnachmittag: Samstag, 2. Juli, ab 13 Uhr 
  • Festakt am Oberländerdenkmal: Samstag, 2. Juli, 18 Uhr; anschließender Festzeltbetrieb
  • Festsonntag, 3. Juli: 8 Uhr: Eintreffen der Kompanien und der Ehrengäste. 9.30 Uhr: Gottesdienst, Ansprachen. Beginn Festzug: 11.15 Uhr, und später zünftiges Beisammensein im Festzelt 

Karten

Karten für alle Veranstaltungen sind für zehn Euro zu haben bei Kiosk Schaal-Weiller (Otterfing), im Warngauer Trachtenladen (Warngau), bei Lotto-Toto Wagner (Schaftlach), in der Bäckerei Motzet (Hauserdörfl) und bei Schreibwaren Schletzbaum (Waakirchen) sowie online über München Ticket und bei der Tegernseer Tal Tourismus GmbH, der Tourist-Info Bad Tölz, für zwölf Euro bei der Buchhandlung Hummelberger (Holzkirchen) sowie für 14 Euro an der Abendkasse.

Hier informieren die Gebirgsschützen von Waakirchen selbst über ihr Alpenregionstreffen.

kmm/gr

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