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Er ist 4,50 Meter hoch und gut 2,5 Tonnen schwer. Gemacht hat ihn der Wiesseer Markus Trinkel: Ein gewaltiger Schmied von Kochel.

Riesen-Überraschung für Gebirgsschützen 

Alpenregionstreffen: Gewaltiger Schmied von Kochel wacht über Festzelt  

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Waakirchen - Es war eine wahrhaft riesige Überraschung: Der Wiesseer Markus Trinkl (44) hat einen gewaltigen Schmied von Kochel geschnitzt - als Präsent zum Alpenregionstreffen.

Wuchtig steht er da vor dem Festzelt der Gebirgsschützen: ein geschnitzter Schmied von Kochel, bewaffnet mit Lanze und Morgenstern. Der Wiesseer Markus Trinkl (44) hat die Figur des sagenumwobenen Volkshelds aus dem Stamm einer uralten Tanne geschält. 4,50 Meter hoch ist die Skulptur und gut 2,5 Tonnen schwer – eine in jeder Beziehung riesige Überraschung für die Waakirchner Gebirgsschützenkompanie. 

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Und so sieht er im Ganzen aus: Der gewaltige Schmied von Kochel am Waakirchner Festzelt der Gebirgsschützen.

Trinkl lieferte den monumentalen Schmied am Donnerstag mit Hilfe der Wiesseer Firma Reichl an, als Präsent zum Alpenregionstreffen der Gebirgsschützen in Waakirchen. „Wir haben uns so gefreut“, sagt Oberleutnant Herbert Stubenrauch, Pressesprecher der Kompanie. Der wuchtige Schmied hat nun einen Ehrenplatz vor dem großen Zelt, am Abend wird er beleuchtet. Auch nach dem Fest soll der kämpferische Schmied nicht in einem Schuppen verschwinden. „Er wird einen schönen Platz in Waakirchen bekommen“, verspricht Stubenrauch.

Der Legende nach war Waakirchen der Geburtsort des Schmieds von Kochel, Anführer des Bauernaufstands, der in der Sendlinger Mordweihnacht 1705 niedergeschlagen wurde. Jedes Jahr an Heiligabend findet am Waakirchner Oberländerdenkmal ein Gedenken an die Mordweihnacht statt. Für Trinkl, Schwiegersohn des verstorbenen Waakirchner Gebirgsschützen-Hauptmanns Hermann Schnitzenbaumer, ist der wehrhafte Schmied als Kämpfer für die Freiheit eine bedeutsame Symbolfigur: „Auch für junge Leute.“ 

Die Idee für das besondere Präsent kam Trinkl, als Peter Strillinger ihm eine über 200 Jahre alte Tanne brachte. Geschlagen wurde sie beim Bauern in der Au, ihr Stamm hat einen Durchmesser von 1,40 Meter. „Ich hab den Stamm angeschaut, und gewusst, dass ich da irgendwie den Schmied von Kochel herausholen muss“, erzählt Trinkl. Er hatte nur knapp zwei Wochen Zeit, arbeitete wie ein Besessener. Viele bestaunten sein Tun, viele halfen. Der Wiesseer Schlosser Anton Grauvogl fertigte Lanze und Morgenstern. Beim Transport des Schwergewichts packten viele Helfer an, erzählt Trinkl: „Alleine schafft man das gar nicht.“

jm

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