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Im Schalk: Stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner beim Alpenregionstreffen der Gebirgsschützen in Waakirchen.

Wir haben nachgefragt

Mysteriöses Outfit: Warum trägt Ilse Aigner Tracht für Verheiratete?

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Waakirchen – Ilse Aigners Schalk war großes Gesprächsthema beim Alpenregionstreffen der Gebirgsschützen. Uns verrät die Ministerin, mit wem sie verheiratet ist.

Traditionsreiche Monturen und fesche Gewänder so weit das Auge reicht: Das Alpenregionstreffen von 8000 Gebirgsschützen aus Bayern, Tirol, Südtirol und dem Trentino am vergangenen Wochenende in Waakirchen war auch eine Augenweide für tausende Besucher. Unter den Ehrengästen: Ministerin Ilse Aigner, die als Stellvertreterin von Ministerpräsident Horst Seehofer das Fest besuchte. 

Ilse Aigner kam im feschen Schalk aus schwarzem Seidenstoff und hellblauer Seidenschürze. Rote Nelken und kleine Buchszweige zierten den von einem weißen Spitzenleiberl eingesäumten Ausschnitt. Ein sogenannter Schnurhut, ein schwarzer Hut mit Goldschnur und Quasten, hochgesteckte Haare, Schalknadeln, ein „Kropfband“ als Schmuckstück um den Hals und passende Ohrringe machten die Ausstattung perfekt. 

Alpenregionstreffen: Festzug mit 8000 Schützen

Die Ministerin zog damit nicht nur die Blicke auf sich. Sie sorgte auch für Gesprächsstoff nach dem Festzug an den Biertischen: „Ja darf die das überhaupt?“, fragte sich so mancher Gebirgsschütze und trachtenkundige Besucher. Schließlich ist der Schalk die Tracht der verheirateten Frauen im Oberland. Die Ministerin ist bekannterweise ledig. In diesem Fall sollten Frauen nach dem Verständnis der Trachtler ein seidenes Mieder tragen. Wir haben die Ministerin am Montag am Telefon zu ihrem Auftritt befragt:

Frau Ministerin, wie kommt’s dazu, dass Sie dieses Kleidungsstück tragen? 

Aigner: Ich finde, dass man über 50 kein Mieder mehr anziehen kann. Das ist was für die jungen Madln und würde irgendwann ein bisserl komisch ausschauen. Ich will aber auch ein Bekenntnis zu den Trachtlern abgeben. Deswegen hab ich jetzt einen Schalk.

Und der ist Ihrer Meinung nach auch das perfekte Kleidungsstück für solche Anlässe wie das Alpenregionstreffen? 

Aigner: Dieses Kleidungsstück ist eine Hochachtung gegenüber den Trachtlern. Ich hab auch ganz korrekt das Schleiferl auf der linken Seite gemacht.

Haben Sie sich den Schalk eigens für das Alpenregionstreffen anfertigen lassen? 

Aigner: Nur so viel: Ich hab’ ihn jetzt. Er ist neu.

Sie werden ihn bei künftigen Anlässen dieser Art tragen? 

Aigner: Genau, so ist es. Und außerdem: Ich bin mit meinem Beruf verheiratet.

Alpenregionstreffen der Gebirgsschützen: 

Weitere Bilder und alle Infos über das Mega-Event mit über 8000 Gebirgsschützen in Waakirchen gibt's hier.

gr

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