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Mit den Plänen für die Häuser befassen sich (v.l.)  Norbert Kerkel, Andreas Hagleitner, Hermann Mair  und  Bürgermeister Josef Hartl.

Kommunalunternehmen Waakirchen kommt gut voran

Ausschreibung für Asyl-Häuser abgeschlossen

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Waakirchen - Der Zeitplan für die Realisierung der beiden Häuser für Asylbewerber in Schaftlach ist ehrgeizig: Noch im Frühjahr soll der erste Spatenstich gesetzt werden, im Herbst Einzug sein.

Andreas Hagleitner, Verwaltungsrat-Chef des Kommunalunternehmens Waakirchen, ist zuversichtlich, dies schaffen zu können. „Die Angebotsphase ist abgeschlossen“, berichtet Hagleitner. 

Wie berichtet, sind acht Wohnungen mit je 50 Quadratmetern für 32 Asylbewerber geplant. Zehn Jahre lang wohnen dort Flüchtlinge, danach wird die Gemeinde die Wohnungen am Michael-Schreiber-Weg an Einheimische mit kleinem Geldbeutel vergeben. Vom Ergebnis der Ausschreibung sei er positiv überrascht, erklärt Hagleitner. Der Bau werde sich günstiger realisieren lassen als gedacht. Eine genaue Summe nennt Hagleitner noch nicht. Ein Thema wird die Investition bei der Sitzung des Gemeinderates am Dienstag sein, allerdings nicht öffentlich. Die letzte Entscheidung für den Bau fällt, wenn die Wirtschaftlichkeitsberechnung vorliegt. Sie klärt, ob das Finanzierungsmodell tragfähig ist. Grundlage ist der Mietvertrag mit der Regierung von Oberbayern, der auf zehn Jahre festgesetzt ist. Damit wird der Baukredit abbezahlt. Danach übernimmt die Gemeinde die Häuser und hat noch den Restwert zu finanzieren. Der Quadratmeterpreis für die Wohnungen, den die einheimischen Mieter zu zahlen haben, dürfte bei sieben Euro liegen.

 Aber warum baut Waakirchen Häuser, wo andere Gemeinden auf Traglufthallen setzen? „Wir möchten etwas Nachhaltiges schaffen“, sagt Hagleitner. Es sei gewährleistet, dass die beiden Häuser nach Ablauf der zehn Jahre für Einheimische zur Verfügung stehen. Sollten zu dem Zeitpunkt noch Unterkünfte für Geflüchtete gebraucht werden, könnte die Gemeinde anderweitig Lösungen anbieten, meint Hagleitner. Erklärtes Ziel sei es, günstigen Wohnraum vor allem für Senioren zu schaffen. Darum werden die Häuser behindertengerecht gebaut. Ob Holzhäuser oder Ziegelbauten entstehen, ist noch nicht entschieden. Aber eine Vorgabe ist fix: Die Häuser müssen nach sechs Monaten Bauzeit schlüsselfertig stehen.

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