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Ein besonderer Preis für Christian Harisch (M.), CEO und Miteigentümer der Lanserhof Gruppe: Die Moderatoren Judith Rakers und Johannes B. Kerner gratulierten zum Special Award der Hoteliers.            

Nach Preisverleihung für Christian Harrisch

Was der Lanserhof-Chef für Waakirchen plant

In Berlin erhielt Christian Harisch den Special Award des Preises „Hotelier des Jahres“. Es ist die Auszeichnung eines Rastlosen, der längst wieder neue Pläne schmiedet. Auch für den Steinberg.

Berlin/Waakirchen - „Anerkennung und Ansporn zugleich“ sei die Auszeichnung für ihn, meinte Christian Harisch bei der Preisverleihung im Berliner Hotel InterContinental. Bekommen hat der Tiroler den Special Award, weil er nach Ansicht der Jury mit seinem Lanserhof Lans und dem Lanserhof Tegernsee auf dem Mariensteiner Steinberg Maßstäbe im Bereich Medical Spa gesetzt hat. Verliehen wird die Auszeichnung von der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung. Sie gilt der unternehmerischen Leistung und würdigt unter anderem den Mut zum Risiko und die Innovationsfreude.

Beides ist bei Harisch, Vertreter der vierten Generation einer Hoteliersfamilie, reichlich vorhanden. Seinen Lanserhof auf dem Steinberg kämpfte er gegen viele Widerstände durch. Schon damals hatte er Fernseh-Moderator Johannes B. Kerner an der Seite, der jetzt in Berlin zum Preis gratulierte. Kerner, der gern im Lanserhof entspannt, leitete 2011 einen Info-Abend in der Waakirchner Turnhalle. Das war kurz vor einem Bürgerentscheid zum Lanserhof, der positiv ausging.

Im Januar 2014 eröffnete Harisch auf dem Steinberg sein Gesundheitshotel mit 70 Zimmern. Rund 70 Millionen Euro steckten Harisch und seine Mit-Investoren in den Neubau und in die Sanierung seines benachbarten Golfhotels Margarethenhof mit zugehörigem Platz.

Der Lanserhof Tegernsee heimste schnell höchste internationale Auszeichnungen ein, der Landkreis verlieh 2016 den Wirtschaftspreis. Die Gemeinde Waakirchen zog im Oktober mit dem Ehrenteller nach, was Harisch besonders rührte. Bei dieser Verleihung sprach der Tiroler erstmals über seine Erweiterungspläne auf dem Steinberg. Wie berichtet, will Harisch dem Komplex ein Diagnosezentrum zugesellen, zudem soll das Badehaus wachsen. Auch das Golfhotel mit jetzt 36 Zimmern will Harisch aufstocken. Die Rede ist von 18 zusätzlichen Zimmern.

Die Genehmigung für die Erweiterung des Badehauses hat der Tiroler in der Tasche, weitere Bauanträge hat er bislang nicht eingereicht. „Wir sind noch in der Nachdenk-Phase“, meint er. Heuer werde er auf dem Steinberg nicht bauen. Aber zum fünften Geburtstag solle der Lanserhof Tegernsee seine Erweiterung bekommen.

Sofort loslegen würde er gern in Marienstein selbst. Harisch will ein Personalhaus schaffen und dazu ein Haus der Gemeinde erwerben. Die Verhandlungen laufen. In dem Haus sollen junge Mitarbeiter günstig wohnen können. „Wir brauchen es für die Zukunft unseres Hauses unbedingt“, meint Harisch.

Die Zukunft eines anderen Hauses hat der Umtriebige 2016 gesichert. Mit riesigem Aufwand brachte er den vor 30 Jahren gegründeten Lanserhof in Lans auf Vordermann. Um 16 Suiten und ein Badehaus zu schaffen, musste Harisch das Haus sieben Monate lang schließen. Den Betrieb verlegte er in sein Kitzbüheler Hotel Schwarzer Adler. „Das war ein Umzug mit 150 Mitarbeitern und sieben Tonnen Gepäck“, sagt Harisch. Am 2.  Januar eröffnete er den Ur-Lanserhof neu, mit nun 68 Zimmern.

Im Genehmigungsverfahren steckt sein Plan, in List auf Sylt einen Lanserhof zu errichten. Wann er den ersten Spatenstich setzen darf, ist ungewiss. Auf Sylt zu bauen, ist fast noch schwieriger als auf dem Steinberg. „Jede Region hat halt ihre Herausforderungen“, meint Harisch. Er scheint sie zu suchen. So sprach er bei der Preisverleihung in Berlin davon, dass möglichst viele Menschen vom medizinischen Lans-Konzept profitieren sollen – „und das an vielen weiteren neuen Standorten in den kommenden Jahren“.

jm

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