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Zu klein: Die bestehenden Gebäude am Brunnenweg sind dem Unternehmen Biolink zu klein geworden. Der neue Eigentümer Saint-Gobain sucht Flächen für eine Erweiterung. 

Saint-Gobain sucht Fläche für Erweiterung

Biolink: Grundstückspoker beginnt von vorn

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Für ihre Erweiterung hatte sich die Waakirchner Firma Biolink ein Grundstück in Bad Tölz gesichert. Doch dann wurde das Unternehmen an Saint-Gobain verkauft – ohne besagte Fläche. Jetzt ist der Konzern auf Grundstückssuche.

Waakirchen – Das Zukunftspaket für die Waakirchner Firma Biolink schien geschnürt. Im März dieses Jahres verkündete das Unternehmen, es habe den Erwerb eines 25 000 Quadratmeter großen Grundstücks in Bad Tölz beurkundet. Damit sei die Voraussetzung für weiteres Wachstum geschaffen. In Planung war zudem ein Neubau im Holzkirchner Gewerbegebiet Nord bei Föching. Biolink wollte Teile der Fertigung dorthin verlegen. Ein 3000 Quadratmeter großes Grundstück hatte das Unternehmen bereits gekauft.

Die Fäden gezogen hatte die Planatol-Gruppe mit Geschäftsführer Hannspeter Schubert, zu der Biolink damals gehörte. Planatol wiederum ist Teil der Industrieholding Blue Cap. Doch kurz nachdem die neue Standortstrategie verkündet war, trennte sich Blue Cap von Biolink. Im Mai kaufte der französische Konzern Saint-Gobain den Spezialisten für Klebebänder. Und zwar nur das Unternehmen, nicht das Grundstück in Bad Tölz, wie Konzernsprecher Daniel Pohl auf Nachfrage bestätigt.

Das bedeutet: Biolink verfügt aktuell lediglich über die von der Firma Rixner gepachteten Gebäude am Waakirchner Brunnenweg. Dort ist der Platz knapp, weshalb der Waakirchner Bauausschuss im Juli eine Leichtbauhalle zwischen den bestehenden Produktionshallen bewilligte. Ein Provisorium, das bis 2020 stehen bleiben darf. So lange gilt auch der Pachtvertrag mit Rixner. Gesetzt ist laut Geschäftsführer Peter Gämmerler auch, dass Biolink bis 2020 in Waakirchen bleibt.

Wo es dann weitergeht, ist völlig offen. „Die Gespräche für mögliche Erweiterungen der Produktion in der Region laufen“, erklärt Pohl. Saint-Gobain plane, das Unternehmen in der Region perspektivisch zu entwickeln. Zur Standortfrage äußert er sich nicht. Bekannt ist, dass Saint-Gobain sich für ein Grundstück im neuen Waakirchner Gewerbegebiet am Brunnenweg interessiert (wir berichteten). Erste Verhandlungen laufen, um den Preis und die Konditionen wird gerungen.

Weiterhin willkommen dürfte Biolink in Bad Tölz sein. Bereits im August 2015 hatte Bürgermeister Josef Janker die Ansiedlungswünsche von Biolink bei einer Pressekonferenz begeistert verkündet. Der geplante Neubau auf dem Areal an der B 13 in Richtung Holzkirchen neben der Firma Sitec stelle „eine bedeutende Entwicklung für die Stadt Bad Tölz“ dar, schwärmte er. Mit dabei waren damals auch Planatol-Geschäftsführer Schubert und Biolink-Geschäftsführer Gämmerler, die den neuen Standort wegen der Infrastruktur und der Nähe zu anderen Technikunternehmen rühmten. Geplant war, auf der 25 000 Quadratmeter großen Fläche ein Produktions- und Verwaltungsgebäude mit etwa 12 000 Quadratmeter Fläche zu errichten. Gemeinsam mit den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb und Logistik sollte der neue Standort auf etwa 120 Mitarbeiter ausgelegt sein. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 65 Mitarbeiter.

Wie groß Saint-Gobain die Biolink-Erweiterung jetzt planen will, darüber schweigt das Unternehmen sich aus. Pohl teilt dazu nur mit: „Saint-Gobain wird hierzu informieren, sobald es weitere Informationen gibt.“

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