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Jubelnd im Ziel: Pfarrer Stephan Fischbacher und Laufkollegin Tina Mang aus Waakirchen freuten sich über ihre Leistungen beim Finallauf in Wolnzach.

Trotz gesundheitlicher Hiobsbotschaft

BR-Aktion: Pfarrer übertrifft bei Zehn-Kilometer-Lauf eigene Erwartungen

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Wochenlang hat Waakirchens Pfarrer Stephan Fischbacher (37) für die Aktion „Lauf10“ des BR trainiert. Mit Erfolg: In 64 Minuten absolvierte er den Finallauf. Auf den blickt er mit gemischten Gefühlen zurück.

Waakirchen – Waakirchens Pfarrer Stephan Fischbacher hat das Kapitel „Lauf10“ erfolgreich abgeschlossen: In 64 Minuten hat der 37-Jährige den Finallauf der mehrwöchigen Fitnessaktion der BR-Abendschau in Wolnzach absolviert. Damit lag der Pfarrer, der als Vorläufer der Aktion angetreten war, über den eigenen Erwartungen. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt der Waakirchner über seine Leistung beim Zehn-Kilometer-Lauf. Klar geworden ist ihm bei dieser Herausforderung aber auch: Ein Typ für große Wettkämpfe ist er nicht. „Ich laufe lieber für mich alleine“, meint Fischbacher.

Ein Pulk aus Tausenden Läufern, zahlreiche Zuschauer am Streckenrand. Der ganze Trubel beim Finallauf hat dem katholischen Pfarrer aus Waakirchen zu schaffen gemacht. Er habe versucht, das ganze Drumherum beim Laufen auszublenden – „trotzdem hat es mich verkrampfen lassen“, räumt Fischbacher ein.

Lesen Sie hier: Waakirchens Pfarrer als TV-Star: Stephan Fischbacher läuft fürs Fernsehen

Hinzu kam eine Hiobsbotschaft, die den Geistlichen ausgerechnet kurz vor dem Wettbewerb beim Gesundheitscheck ereilte. Die Werte wie Blutdruck und Ruhepuls waren zwar gut, doch die Lungenfunktion wies Einschränkungen auf. „Leider bekomme ich nicht so viel Luft, wie ich normalerweise sollte“, berichtet der 37-Jährige. Was das genau bedeutet, müssten weitere Untersuchungen zeigen. Aber: „Diese Nachricht hat mich mental natürlich ausgebremst.“

Äußerlich anzumerken war ihm dieses Hemmnis aber nicht. Ohne Verschnauf- oder Trinkpause ist Fischbacher die zehn Kilometer im Stück durchgelaufen. Eine respektable Leistung für einen Lauf-Neuling.

Für den Finallauf hatte der Pfarrer mehrere Wochen lang trainiert. Begleitet wurde diese Phase immer wieder von einem Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks. Auch wenn Fischbacher erleichtert ist, dass diese intensive Zeit nun vorbei ist und er auch wieder anderen Hobbys nachgehen kann, zieht er ein insgesamt positives Fazit der Aktion.

„Ich habe gemerkt, dass ich mir ruhig etwas zutrauen und andere Leute mit meiner Leistung überraschen kann“, sagt der Pfarrer. Auch die vielen positiven Reaktionen auf sein sportliches Engagement hätten ihn bestärkt. „Das war natürlich unheimlich motivierend und aufbauend“, erklärt Fischbacher, der während der Vorbereitungszeit immerhin noch einmal 4,6 Kilogramm Körpergewicht verloren hat.

Hier finden Sie die Geschichte zum Amtsantritt von Stephan Fischbacher im Jahr 2016

Und wie geht es nun mit der neu gewonnenen Lauf-Leidenschaft weiter? Erst kürzlich habe er am Abend wieder einen Fünf-Kilometer-Lauf absolviert, erzählt Fischbacher. „Das hat schon Spaß gemacht.“ Und auch die aus der Aktion hervorgegangene Laufgruppe des SV Waakirchen-Marienstein soll es weiterhin geben. „Die wollen wir auf alle Fälle einmal pro Woche beibehalten“, versichert der Geistliche.

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