Der Eisplatz der Eisratzn Schaftlach neben der neuen Stocksport-Halle.
+
Bereit für Schlittschuhläufer: der Eisplatz der Eisratzn Schaftlach.

Eisratzn machen ihre Ankündigung wahr

Eisplatz steht bereit - Nutzung im Einklang mit Corona-Beschränkungen

Die Eisratzn Schaftlach haben neben ihrer neuen Halle einen Eisplatz angelegt. Wer hier Schlittschuhlaufen möchte, muss sich vorher in einen Belegungsplan eintragen - und weiteres beachten.

Schaftlach – Es ist ein Versuch, und der Erfolg wird von der Vernunft der Menschen abhängen. Die Eisratzn Schaftlach haben ihre Ankündigung wahr gemacht und neben ihrer neuen Halle eine Eisfläche angelegt, die sie der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Gewissermaßen lösen sie damit auch ein Versprechen ein, wie Rudi Reber, Mitglied im Vorstand der Eisratzn, sagt.

Belegungsplan hängt an der neuen Halle

Vor dem Hallenbau hatte es immer – wenn die Temperaturen es zuließen – eine Eisfläche gegeben. Das wollte der Verein beibehalten, und nun ist es so weit. Die Nutzung soll freilich unter Einhaltung der geltenden Corona-Vorschriften geschehen. Immer nur ein Hausstand plus eine weitere Person dürfen aufs Eis. Wer gerade dran ist, steht in einem Belegungsplan, den Reber an der Hallenwand anbringt. Darin können sich die Nutzer eine Stunde Eiszeit sichern – zwischen 9 und 17 Uhr. „Danach geht eh nix mehr“, meint Reber. Die Dunkelheit.

Eisratzn möchten sicheres Schlittschuhlaufen für Familien ermöglichen

Gut eine Woche lang hat er zweimal täglich den Schlauch in die Hand genommen und die Eisfläche angelegt. Etwa 30 mal zwölf Meter ist die Fläche groß, schätzt Reber. Zur Halle hat er eineinhalb Meter Abstand gelassen, sonst wäre für drei statt nur zwei Eisstockbahnen Platz gewesen. Aber fürs Stockschießen ist die Fläche weniger gedacht. „Wir wollen den Familien die Möglichkeit zum sicheren Schlittschuhlaufen bieten“, sagt Reber. Nicht wenige würden Seen wegen der Gefahr des Einbrechens scheuen, und nicht zuletzt warnen auch Rettungsorganisationen vor allzu sorglosem Betreten natürlicher Eisflächen (wir berichteten).

In der Halle selbst bereitet der Verein übrigens kein Eis. „Das war auch nie geplant“, sagt Reber. Denn eine Eisfläche könnte dem teuren Spezialasphalt schaden. An den nächsten Tagen werde er seinen Arbeitseinsatz noch mal erhöhen, kündigt Reber an. Die vorhergesagte Kälte könnte bis zu vier Durchgänge bei der Eisbereitung erlauben. Zu den drei Zentimetern Eisfläche könnte noch der eine oder andere hinzukommen.

Erfolg des Vorhabens hängt von der Vernunft der Menschen ab

Nun hängt es von den Menschen ab, ob das Vorhaben funktioniert. „Wir hoffen, dass die Leute vernünftig sind. Wenn nicht, müssen wir den Platz sperren“, sagt Reber. Die Eisratzn werden von Zeit zu Zeit zu Kontrollen vorbeischauen. Das Schlittschuhlaufen ist – wie schon immer – kostenlos. Und das Nutzen der Eisfläche erfolgt auf eigene Gefahr.

Was die Eisratzn sonst noch vorhaben, lesen Sie hier.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare