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Waakirchen soll vom Verkehr entlastet werden.

Historischer Beschluss zur Verkehrsplanung

Tunnel oder Umgehung? Am Dienstag entscheidet der Waakirchner Gemeinderat

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Tunnel oder Umgehung? Zum Ende seiner Amtszeit will Waakirchens Bürgermeister die Weichen stellen. Die Klausur des Gemeinderats brachte ein klares Ergebnis. Jetzt folgt die offizielle Entscheidung.

Update vom Sonntag, 8. Dezember, 12.14 Uhr:

In seiner Sitzung am Dienstag, 10. Dezember, wird der Waakirchner Gemeinderat aller Voraussicht nach eine Entscheidung von großer Tragweite treffen: Wie angekündigt, wird das Gremium in öffentlicher Sitzung endgültig darüber abstimmen, welche Variante der Ortsumfahrung zum Tragen kommt. Im November hatte sich das Gremium eigens zu einer Klausur zurückgezogen, um eine gemeinsame Marschroute in Sachen Verkehrsplanung festzulegen. Nun wird diese öffentlich präsentiert und fix gemacht. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Sitzungssaal der Gemeinde Waakirchen.

Ursprünglicher Artikel vom 25. November:

Waakirchen – Sepp Hartl will es ordentlich zu Ende bringen. „Meine Amtszeit endet am 30. April um 24 Uhr“, sagt der Waakirchner Bürgermeister. Bis dahin ist er als Rathaus-Chef auf dem Posten, und bis dahin soll festgezurrt sein, wie die im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 verheißene Entlastung Waakirchens vom Verkehr gestaltet werden soll. Von der einfachen Südumgehung (7,67 Millionen Euro) bis zum Ortstunnel (116 Millionen Euro) reicht die Spanne der Möglichkeiten. Nach der Analyse von deren Wirksamkeit durch Verkehrsplaner Helmuth Ammerl zog sich der Gemeinderat zu einer Klausur in den Tegernseer Westerhof zurück, begleitet von Verantwortlichen des Staatlichen Bauamts Rosenheim.

„Eine Spitzenklausur war das“, sagt Hartl. Sie habe ein klares Ergebnis gebracht, das er allerdings erst bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Dienstag, 10. Dezember, verkünden werde. Damit stellt der Gemeinderat kurz vor der Kommunalwahl 2020 die Weichen für die weitere Verkehrsplanung.

Eben dies hatte die „Bürgerinitiative Verkehr in der Gemeinde Waakirchen“ im Vorfeld der Klausur verhindern wollen. In einem von fünf Vertretern unterzeichneten Schreiben hatte die Initiative an Bürgermeister und Gemeinderat appelliert, die Entscheidung den Nachfolgern zu übertragen: „Aus der Sache heraus verbietet sich ein Schnellschuss am Ende dieser Legislaturperiode.“

Vergeblicher Appell der Bürgerinitiative Verkehr in der Gemeinde Waakirchen

In dem mehrseitigen Papier legt die Initiative noch einmal dar, dass aus ihrer Sicht nur eine ortsnahe Umfahrung Entlastung bringt. Entscheide sich der Gemeinderat gegen eine Ortsumfahrung, würden die angestrebten Ziele nicht erreicht. Dem gegenüber steht die „Bürgerbewegung Entlastung der B472“, die eine Umfahrung ablehnt und den Bau eines Tunnels favorisiert. Der von der Gemeinde beauftragte Experte Ammerl empfiehlt eine teils im Erdreich versenkte Südumfahrung, gekoppelt mit einer Spange für Hauserdörfl. Kosten: etwa 83,5 Millionen Euro.

Die Entscheidung aufzuschieben, ist für Hartl keine Option. „Von einem Schnellschuss kann keine Rede sein“, macht er klar. Der Gemeinderat habe sich sehr lange mit dem Thema befasst.

Sepp Hartl will auch  Neuplanung der Dorfmitte noch auf den Weg bringen

Die Weichen stellen will Hartl vor Ende seiner Amtszeit auch bei der Planung der Dorfmitte. Wie berichtet, kippte ein Bürgerentscheid den Entwurf eines Komplexes mit 30 Wohnungen. Die Bürgerwerkstatt mit Michael Futschik an der Spitze will eine Neuplanung nach den Richtlinien des Dorferneuerungsprogramms. Dazu hat ein erstes Gespräch stattgefunden, nun ist eine vorbereitende Klausur in Thierhaupten Anfang 2020 geplant.

Lesen Sie auch: Umfahrung oder Tunnel für Waakirchen? Teuerste Variante kostet 116 Millionen Euro

Bürgerinitiative Verkehr: Das Machbare anstreben

Wie geht es weiter mit der Dorfmitte: Viele Fragezeichen nach Waakirchner Bürgerentscheid

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