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Auf dieser Wiese zwischen ehemaliger Schule und dem jetzigen Kindergarten soll das neue Gebäude entstehen. Den Großteil der Baukosten trägt der Freistaat. 

„Es geht um unser höchstes Gut“

Gemeinde beschließt Kindergarten-Neubau

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Der Schaftlacher Kindergarten platzt aus allen Nähten. Das soll sich nun ändern: Der Waakirchner Gemeinderat hat beschlossen, eine neue Kindertagesstätte zu bauen. 

Schaftlach Spätestens seit der Waakirchner Bürgerversammlung ist klar: Im Schaftlacher Erika-Sixt-Kindergarten fehlt es an Betreuungsplätzen (wir berichteten). „Der Kindergarten ist ausgereizt bis zum Gehtnichtmehr“, stellte Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) im Gemeinderat klar. Es besteht Handlungsbedarf – darin war sich das Gremium einig. Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte deshalb, einen komplett neuen Kindergarten zu bauen. Er soll zwischen der ehemaligen Schule und dem bestehenden Kindergarten-Gebäude entstehen.

Zunächst, so erklärte Hartl, habe es Überlegungen gegeben, den bestehenden Kindergarten zu erweitern. Das scheitere jedoch aus mehreren Gründen: Das angrenzende Grundstück im Osten befindet sich nicht im Besitz der Gemeinde, in westlicher Richtung ist die Buchkogelstraße im Weg. Zudem wäre der Erika-Sixt-Kindergarten während der Aufstockungsarbeiten nicht nutzbar. Die Lösung lautet daher: ein freistehender Neubau.

Die entsprechenden Pläne stellte Architekt Michael Mair dem Gemeinderat vor. Der Waakirchner hatte zwei Varianten im Gepäck: ein Gebäude in Nord-Süd-Richtung und eines in Ost-West-Richtung. Obwohl Kreisbaumeister Werner Pawlovsky laut Hartl Variante zwei favorisieren würde, entschied sich das Gremium für das nach Nord-Süd ausgerichtete Gebäude. Denn: „Bei Variante zwei sind die Erweiterungsmöglichkeiten eingeschränkt“, sagte Hartl. Schwierigkeiten bereitet aber auch diese Lösung: Da die geforderten sechs Meter Abstandsfläche nicht eingehalten werden können, muss zunächst ein entsprechender Bebauungsplan aufgestellt werden.

In dem Gebäude sollen drei Gruppenräume, ebenso viele Waschräume, ein Personalraum mit Küchenzeile sowie ein Mehrzweckraum untergebracht werden. Letzterer soll als eine Art Pufferraum dienen, der bei Bedarf auch als Gruppenraum genutzt werden kann. Platz finden werden in dem Neubau insgesamt 75 Kinder. Gleichzeitig steigt auch die Kapazität der Kinderkrippe von bisher 24 auf 48 Plätze. Mair zufolge soll der Baubeginn im März oder April 2018 erfolgen. Mit einer Fertigstellung sei Ende 2018 zu rechnen.

Die Kosten belaufen sich ersten Schätzungen zufolge auf 2 bis 2,5 Millionen Euro – zu Lasten der Gemeindekasse wird aber dank einer Förderung des Freistaates wohl nur ein Bruchteil der Gesamtkosten gehen. Kämmerer Anton Demmelmeier zufolge belaufe sich der Zuschuss auf 70 bis 90 Prozent. Den entsprechenden Antrag, so machte Hartl deutlich, werde er mit Demmelmeier persönlich einreichen. „Schließlich geht es um unsere Kinder, unser höchstes Gut.“

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