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Am Hang unterhalb der beiden Schaftlacher Gemeindehäuser (r.) steht das Haus von Elfriede und Martin Athes. 

Streit um Entwässerung in Schaftlach

Für den Beweis: Feuerwehr lässt es regnen

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Der Schaftlacher Martin Athes wirft der Gemeinde Waakirchen vor, sie lasse Oberflächenwasser von den Gemeindehäusern auf sein Grundstück laufen. Die kontert mit einem Groß-Versuch. Am 18.Juli simuliert die Feuerwehr einen Starkregen.  

SchaftlachEs geht um den Beweis. Um die Ehre. Und die Frage, ob die Gemeinde Waakirchen – beziehungsweise ihr Kommunalunternehmen – Schuld haben an der Nässe im Keller des Schaftlachers Martin Athes. Den Beweis wollen Bürgermeister Sepp Hartl und Andreas Hagleitner als Chef der Wohnbaugesellschaft Waakirchen (WBW) öffentlich führen. Alle Bürger sind eingeladen, beim großen Schluckversuch am Dienstag, 18. Juli, ab 19.30 Uhr dabei zu sein. Er soll demonstrieren, dass die Entwässerung auf dem gemeindlichen Grundstück funktioniert. Dafür ist Hartl und Hagleitner kein Aufwand zu groß.

Das Szenario: Die Feuerwehr rückt mit zwei Tanklöschfahrzeugen an und simuliert einen Platzregen, dass es nur so prasselt. Unterdessen öffnet Hagleitner die Sickerschächte, damit alle am Plätschern hören können, dass da Wasser läuft. Durch Rohre ins Becken, das die WBW hat graben lassen, um Oberflächenwasser vom Haus der Familie Athes wegzuleiten. Auch Vertreter des Landratsamtes sind eingeladen. Und natürlich Martin Athes mit seiner Mutter Elfriede. Hagleitner hofft, dass die beiden die Aktion nicht nur mitverfolgen, sondern auch ihrerseits einen Blick auf ihr Grundstück zulassen.

Es wird viel Wasser fließen an diesem Dienstagabend. Von allen Seiten will Hagleitner es regnen lassen, um endlich mit der Legende aufzuräumen, die WBW hätte entgegen allen Vereinbarungen nichts getan, um das Nachbarhaus zu schützen. Denn eben dies wirft Athes dem Kommunalunternehmen vor. Wie berichtet, glaubt Athes, die laut Entwässerungsplan vorgesehene Rohrleitung existiere gar nicht. Die Gemeinde lasse zu, dass Oberflächenwasser von den Gemeindehäusern auf sein Grundstück laufe. Darum sei sein Keller feucht, was zu großen Schäden geführt habe.

Der Vorwurf ist nicht neu: Athes hatte schon beim Ausbau des Michael-Schreiber-Wegs im Jahr 1998 geklagt, in seinen Keller rinne nun Wasser. Ihm zufolge verschlimmerte sich die Situation mit dem Bau der im Oktober 2016 eingeweihten Gemeindehäuser. Von Hartl und Hagleitner fühlt sich Athes im Regen stehen gelassen.

Im Mai lud er den Gemeinderat ein, seinen nassen Keller anzusehen. Hartl und Hagleitner sollten nicht dabei sein. Am Ende kam niemand, aber es wurde viel geredet im Dorf. „Ich soll sogar einen Gutachter bestochen haben“, berichtet Hartl. Das lässt er nicht auf sich sitzen. Darum also jetzt das große Spektakel. Danach gibt’s Bier und Brotzeit. 

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