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Hier soll der Wohn-Komplex entstehen.

Hugo Eder fordert Gesamtkonzept 

Die ganze Waakirchner Dorfmitte ins Visier nehmen

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Beim Thema Waakirchner Dorfmitte ging’s bislang nur um Wohnungen und einen Dorfplatz. Hugo Eder will ein Gesamtkonzept. Im Januar soll der Ortsplanungsausschuss darüber beraten.

Waakirchen – Ein „dürftiger Lösungsansatz“ sei die Anfang November präsentierte Planung zur Dorfmitte, ließ Hugo Eder, Vorsitzender der Kleinkunstbühne Waakirchen, den Gemeinderat in einem Schreiben wissen. Derzeit gebe es nur zwei Möglichkeiten: diese Variante oder nichts.

Eder wünscht sich mindestens zwei Alternativen. Und er will einen größeren Bereich ins Auge fassen. Derzeit ist nur der Bereich zwischen dem Anwesen Bäckervoitl und der Filiale der Kreissparkasse überplant. Der Entwurf von Architekt Hans Hagleitner sieht einen Komplex mit fünf Wohn- und Geschäftshäusern vor, die sich um einen Platz scharen. 29 günstige Wohnungen sollen entstehen, zudem Platz für Läden, Praxen oder Initiativen sowie eine Tiefgarage für 70 Autos.

Eder fordert ein Gesamtkonzept fürs Zentrum und listet in einem Antrag Vorschläge auf. Alle angrenzenden Grundstücke sollen in die Planung einbezogen werden, inklusive der beiden Gaststätten und des Anwesens Bäckervoitl. Die Gemeinde möge mit der Kirche in Kontakt treten und auch den Pfarrhof überplanen. Der alte Bauernhof an der Schaftlacher Straße, der Xandl, solle in den Mittelpunkt rücken. Eventuell, so Eder, könne das Anwesen des Bildhauers Otto Wesendonck zum gewünschten Museum werden. Nachzudenken sei auch über einen Bürgersaal und die Frage, ob die Dorfmitte dafür der richtige Platz sei. Sein Appell an den Gemeinderat: „Lassen Sie die Bürger intensiver an einer Lösung mitwirken.“

Mehr Dialog mit dem Bürger: Dies ist zuletzt immer wieder gefordert worden. Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) will bei der Kommunikation nachbessern. Im Januar solle es eine Ortsplanungsausschuss-Sitzung geben, kündigte er an. Allerdings vermenge Eder in seinem Antrag zwei Dinge. Das eine sei das Wohnbauprojekt, das die Gemeinde mit der Hoffnung auf Fördergelder plane. Das andere eine städtebauliche Planung. Eine solche hatte der Gemeinderat vor Jahren angepeilt. Doch dafür stehen keine Zuschüsse in Aussicht, weshalb die Kommune sich aufs Wohnprojekt konzentrierte. Ob die Gelder für den Wohnungsbau fließen, ist übrigens offen. Noch steht die Wirtschaftlichkeitsberechnung aus.

„Es ist schade, dass wir uns nicht früher für eine Bürgerbeteiligung entscheiden konnten“, übte Georg Bachhuber (ABV) Kritik am Kurs der Gemeinderats-Mehrheit. Jetzt werde Eders Vorschlag „wieder abgebügelt“. Andreas Hagleitner (FWG) hingegen erinnerte daran, dass alle Bürger die Möglichkeit hätten, an den öffentlichen Fraktionssitzungen teilzunehmen: „Aber da ist ja nicht viel los.“ Monika Marstaller (FWG) regte an, ein Modell des Wohnbau-Projekts fertigen zu lassen. Dieses werde viele Kritiker verstummen lassen.

Hartl wiederum vermisst Vorschläge von Bürgern zur Nutzung der freien Flächen in den Erdgeschossen der Häuser. Die bisherigen Ideen zur Dorfmitte hätten ihn zudem „nicht umgehauen“. Hartl ist überzeugt: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“

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