Mordweihnacht
1 von 14
Wie jedes Jahr haben auch heuer Bayerns Gebirgsschützen an Heiligabend der Sendlinger Mordweihnacht von 1705 gedacht.
Mordweihnacht
2 von 14
Wie jedes Jahr haben auch heuer Bayerns Gebirgsschützen an Heiligabend der Sendlinger Mordweihnacht von 1705 gedacht.
Mordweihnacht
3 von 14
Wie jedes Jahr haben auch heuer Bayerns Gebirgsschützen an Heiligabend der Sendlinger Mordweihnacht von 1705 gedacht.
Mordweihnacht
4 von 14
Wie jedes Jahr haben auch heuer Bayerns Gebirgsschützen an Heiligabend der Sendlinger Mordweihnacht von 1705 gedacht.
Mordweihnacht
5 von 14
Wie jedes Jahr haben auch heuer Bayerns Gebirgsschützen an Heiligabend der Sendlinger Mordweihnacht von 1705 gedacht.
Mordweihnacht
6 von 14
Wie jedes Jahr haben auch heuer Bayerns Gebirgsschützen an Heiligabend der Sendlinger Mordweihnacht von 1705 gedacht.
Mordweihnacht
7 von 14
Wie jedes Jahr haben auch heuer Bayerns Gebirgsschützen an Heiligabend der Sendlinger Mordweihnacht von 1705 gedacht.
Mordweihnacht
8 von 14
Wie jedes Jahr haben auch heuer Bayerns Gebirgsschützen an Heiligabend der Sendlinger Mordweihnacht von 1705 gedacht.

Waakirchen

Gebirgsschützen gedenken Sendlinger Mordweihnacht

Waakirchen - Mit prominentem Beistand haben Bayerns Gebirgsschützen an Heiligabend traditionell der Sendlinger Mordweihnacht von 1705 gedacht. 

Alpenregionstreffen der Gebirgsschützen in Waakirchen: Wo gibt's die Parkplätze? Was wird geboten? Wann sind die Veranstaltungen? Wo sind die Sperren? Alle aktuellen Infos gibt's hier.

Rund 500 Gebirgsschützen bezogen am Heiligen Abend vor dem Waakirchner Löwendenkmal Aufstellung. Sie erinnerten damit an eine wichtige Geburtsstunde des bayerischen Patriotismus – an die Sendlinger Mordweihnacht. 

Weihnachten 1705 hat sich tief ins bayerische Bewusstsein eingebrannt. Die Truppen des jungen Habsburger Kaisers Joseph I. hatten ganz Bayern unter ihre Kontrolle gebracht. Der Habsburger ließ die Steuern drastisch erhöhen und zwang 12 000 Bayern in seine Armee. Unter dem Motto „Liaba bairisch steam, als kaiserlich verdeam“ formierte sich der Widerstand. 310 Jahre später halten die Gebirgsschützen das Gedenken an die Opfer ihrer Vorfahren hoch. Auch in diesem Jahr wurden sie dabei von viel Politprominenz unterstützt. Bereits zum dritten Mal in Folge kam der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer persönlich. Ihn begleiteten Ilse Aigner und der ehemalige Ministerpräsident Edmund Stoiber, der selbst in Montur antrat. Im Gefolge waren Politiker und Abgeordnete jeder Parteicouleur. 

Seehofer nannte in seiner Rede die Aufständischen von damals Patrioten. „Sie ermahnen uns auch 2015, dass wir uns für unsere Werte gemeinsam stark machen müssen.“ Trotz der vielen Prominenz bei der Gedenkfeier seien es die Gebirgsschützen, die die wichtige Rolle der Gedenkpflege innehaben. Sie seien die „Lordsiegelbewahrer, die Hüter bayerischer Identität. Weil wir wissen, wo wir herkommen, haben wir die Kraft für die Zukunft“. 

3000 Oberlandler erreichten am Heiligen Abend 1705 Sendling. Ihr Ziel: Die Eroberung der Landeshauptstadt. Ihre Bewaffnung: Dreschflegel und Heugabeln. Wenige hatten Schusswaffen. Eigentlich sollte das Bauernheer von Münchner Revolutionstruppen und Kontingenten aus Niederbayern und Oberpfalz unterstützt werden. Doch die kaiserlichen Truppen waren längst über die Pläne informiert, erstickten jeden Widerstand im Keim und metzelten das Oberlandler Bauernheer brutal nieder. 500 Verwundete pferchten die kaiserlichen Truppen vor der Michaeliskirche in München zusammen. Drei Tage durfte sich keiner um sie kümmern. Ihr Sterben in aller Öffentlichkeit bezeichnete das Ende des bayerischen Aufstandes. 

Heute sind es die 47 Kompanien mit ihren rund 12 000 Mann, die die Erinnerung an den Kampf und das Scheitern dieser ersten bayerischen Patrioten am Leben erhalten. Und so wurde auch dieses Mal nach den Salutschüssen gemeinsam und voller Inbrunst die Bayernhymne gesungen. Dann zogen die Gebirgsschützen mit Abordnungen vom Werdenfelser Land bis Berchtesgaden vor den Augen von mehreren hundert Zuschauern in ihren roten, blauen, grünen, grauen und braunen Uniformen zum Defilee. 

Vorher nahmen die Schützen Aufstellung vor dem Christlwirt, die Gewehre über die Schultern gelegt. Hier, so die Legende, wurde der Schmied von Kochel geboren, jener Mann, der als letzter Aufständischer in der Sendlinger Kirche St. Margaret niedergemetzelt wurde – bevor die Kirche dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgesehene Fotostrecken

Kleiner Hund eingeschläfert - Großer Hund quälte ihn halb tot
Ein großer Hund quälte einen kleinen, bis der zitternd und halb tot am Boden lag. Nach dem Bericht unserer Zeitung meldeten sich viele Tierfreunde. Der kleine weiße Hund …
Kleiner Hund eingeschläfert - Großer Hund quälte ihn halb tot
Blick von Oben: So krass hat sich unsere Heimat verändert
Wie sah Miesbach oder der Tegernsee vor 160 Jahren aus? Gar nicht so einfach zu beantworten. Doch, und zwar mit nur einem Klick in den Bayernatlas. So geht‘s.
Blick von Oben: So krass hat sich unsere Heimat verändert
News-Ticker: Explosion in Bad Wiessee - neuer Alarm am Mittwoch
Nach der Explosion in Bad Wiessee am Montag wurde am Mittwoch gegen 9.30 Uhr erneut Alarm ausgelöst. Man befürchtete, dass mehrere Sauerstoffflaschen explodieren …
News-Ticker: Explosion in Bad Wiessee - neuer Alarm am Mittwoch
Das sind die besten Ballon-Bilder unserer Leser
Die Montgolfiade 2017 ist Geschichte. Was bleibt, sind schöne Erinnerungen und eindrucksvolle Bilder von den Ballonen. Hier präsentieren wir Euch die Gewinner-Bilder …
Das sind die besten Ballon-Bilder unserer Leser

Kommentare