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Den Gemeinderäten geht‘s nicht ums Geld sondern um die Sache: Sepp Hartl, Bürgermeister.

Mehr Sitzungsgeld ab dem nächsten Jahr

Gemeinderäte erhöhen sich ihr Salär

Waakirchen - 35 Euro Sitzungsgeld pro Termin statt bisher 25: Diese Erhöhung hat sich der Waakirchner Gemeinderat bewilligt, wortlos und einstimmig.

Der neue Satz gilt ab dem kommenden Jahr. Nur Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) ergriff vor der Abstimmung das Wort. Er danke dem Gemeinderat, dass er sich nicht für einen höheren Satz, sondern lediglich für die Erhöhung auf 35 Euro entschieden habe, meinte er. Dies zeige deutlich, dass es den Gemeinderäten nicht ums Geld, sondern um die Sache gehe.

Das Sitzungsgeld wird auch für Zusammenkünfte der Ausschüsse gezahlt. Vermutlich wird auch die Führungsriege des Kommunalunternehmens Wohnbaugesellschaft Waakirchen (WBW) künftig nach diesem Stundensatz honoriert. Wie berichtet, entscheidet der Gemeinderat erst 2017 über die Struktur des WBW. Das Kommunalunternehmen hatte sich zu Beginn dieses Jahres gegründet und in Rekordzeit zwei Gemeinde-Häuser am Schaftlacher Michael-Schreiber-Weg aus dem Boden gestampft. Sie dienen zehn Jahre lang als Flüchtlingsunterkunft, danach kann die Gemeinde die acht Wohnungen an Einheimische mit kleinem Geldbeutel vergeben.

Im Gemeinderat war die Gründung des WBW umstritten. Letztlich stimmte die Mehrheit mit 14 : 6 zu – wohl auch, weil für die Gemeinde keine Kosten entstanden. Gemeinderäte übernahmen die Arbeit ein Jahr lang als ehrenamtlicher Verwaltungsrat. Den Vorsitz übernahm Andreas Hagleitner (FWG), sein Stellvertreter ist Hermann Mair (SPD), zudem sind Norbert Kerkel (FWG), Rudi Reber (ABV), Erwin Welzmiller und Robert Englmann (beide CSU) dabei.

Seit 1. November ist das geschenkte Jahr vorbei. Alle Mitglieder des Verwaltungsrats sind laut Hagleitner bereit, die WBW weiter zu führen. Allerdings nicht länger ohne jede Entschädigung. Zu tun gibt es für die WBW auch künftig eine Menge. Aktuell muss das alte Schaftlacher Bahnhaus saniert werden. Die Gemeinde hat es gekauft, um Wohnungen für sozial Schwache zu schaffen. 

Wie viel Geld für die Entschädigung der WBW-Verantwortlichen fließt, ist noch nicht klar. Über die Zukunft und Struktur des Kommunalunternehmens entscheidet der Gemeinderat im Januar. Im Raum stehen 35 Euro pro Stunde.

jm

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