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Hier sollen nach Willen des Gemeinderats keine Baulücken entstehen: Professor-Schlösser-Weg in Piesenkam.

Bauunternehmer blitzt erneut ab

Gemeinderat erlaubt keine Sozial-Häuser in Piesenkam

Waakirchen - Bezahlbaren Wohnraum für Einkommensschwache Mitbürger schaffen. Mit diesem Vorhaben wandte sich die Matho GmbH an den Waakirchner Gemeinderat - und blitzte ab.

In Piesenkam sollten zwei Gebäude mit insgesamt 14 Wohneinheiten entstehen. Zuvor hatte das Unternehmen sein Glück in Waakirchen bereits mit einer Asylunterkunft versucht. Damals wie heute musste die Matho GmbH ihre Pläne begraben.

Die beiden Gebäude sollten auf einem Grundstück am Professor-Schlösser-Weg entstehen. Laut einem dem Antrag beiliegenden Schreiben von Anwalt Dirk Thelemann solle das Vorhaben keinesfalls in Konkurrenz zu den Wohnungen am Schaftlacher Buchkogel stehen. Diese hatte die Gemeinde mithilfe des Kommunalunternehmens auf den Weg gebracht. Ursprünglich hatte die Matho GmbH am Professor-Schlösser-Weg eine Asylunterkunft geplant, dieses Vorhaben zerschlug sich aber, da dafür vom Freistaat Bayern keine Finanzspritzen mehr zu erwarten sind.

Aus dem aktuellen Antrag ging hervor, dass Baudirektor Christoph Reichel das Projekt begrüße. Dieses Argument wusste Bürgermeister Sepp Hartl zu entkräften. „Ich habe mit Herrn Reichel gesprochen, er hat lediglich eine Stellungnahme abgegeben“, sagte der Rathauschef und merkte an: „Gegenüber dem vorherigen Antrag hat sich nichts geändert.“ Waakirchens Dritter Bürgermeister Rudi Reber (ABV) hielt es gar für befremdlich, dass dieser Antrag nochmal so kommt. „Wenn wir dem zustimmen, dann ergibt sich eine Baulücke“, mahnte er. „Wir wollen eine gemeinsame Lösung, keine Einzelne.“ Derselben Ansicht war wohl das gesamte Gremium. Ohne Gegenstimme lehnte der Gemeinderat das Vorhaben ab.

hb

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