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Wenn es nach den Eltern geht, soll hier ein Überweg für Sicherheit sorgen. Den gibt es aber nur, wenn die Eltern für die Überwachung sorgen. 

Eltern fordern bezahlten Schulweghelfer

Gemeinderat: Schulwegsicherheit Sache der Eltern

Waakirchen - Laut den Eltern der Grundschüler muss an der Glückaufstraße ein Überweg her. Bedingung ist aber eine Überwachung durch die Eltern - die forderten eine bezahlte Kraft.  

Für Kinder aus Schaftlach und Point ist der Weg zur Grundschule Waakirchen gefährlich. Deshalb wollen die Eltern, dass an der Glückaufstraße ein Schulweghelfer-Übergang entsteht. Genehmigt wird ein solcher Übergang aber nur, wenn er auch überwacht wird. Weil die Eltern sich nicht in der Lage sehen, den Übergang selbst zu kontrollieren, stellten sie den Antrag an den Waakirchner Gemeinderat, eine Arbeitskraft einzustellen. Aber der lehnte einstimmig ab: Es sollten sich doch Ehrenamtliche für diesen Dienst finden lassen. 

„Wir als Elternbeirat wären gar nicht auf die Idee gekommen, diesen Antrag zu stellen“

Die Elternbeiratsvorsitzende Daria Achatz ist überrascht. Schließlich habe Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) selbst den Eltern dieses Vorgehen empfohlen, berichtet sie: „Wir als Elternbeirat wären gar nicht auf die Idee gekommen, diesen Antrag zu stellen.“ Abgedeckt werden müssen laut Achatz die Zeiten morgens von 7.30 bis 8 Uhr sowie mittags um 11.35 Uhr, 12.20 Uhr und 13.05 Uhr: „Dafür kriegen wir unmöglich genügend Eltern zusammen.“ 

„Die meisten Kinder werden eh mit dem Auto gefahren, so wie es da morgens immer zugeht“

Im Gemeinderat stieß die Forderung nach einer bezahlten Kraft auf Unverständnis. „Für unsere Asylbewerber haben wir auch Helfer gefunden. Bei 6000 Bürgern werden sich doch rüstige Rentner oder nicht Berufstätige finden, die sich da hinstellen“, meinte Gwendolin Kalch (SPD). Auch Monika Marstaller (FWG) hatte Einwände. „Da gehören die Eltern gefordert.“ In Schaftlach habe das schließlich auch geklappt. Martin Weingärtner (ABV) schlug eine Bedarfsermittlung vor. „Die meisten Kinder werden eh mit dem Auto gefahren, so wie es da morgens immer zugeht.“ 

„Ich denke aber nicht, dass es funktionieren wird“

Die Elternbeiratsvorsitzende will nun mit einer Umfrage an der Schule ausloten, wie viele Eltern als Schulweghelfer zur Verfügung stehen würden. „Ich denke aber nicht, dass es funktionieren wird“, meint Achatz. In diesem Fall, so Hartl nach der Sitzung, werde man im Gemeinderat noch einmal über den Übergang reden müssen.

Bastian Huber

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