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Der Golfplatz ist seit zwei Jahren geöffnet. Nun plant der Betreiber ein Hotel – im Gewerbegebiet. 

Im Gewerbegebiet Krottenthal 

Golfplatz-Betreiber will jetzt ein Hotel bauen

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Die Golfplatz KG von Karl Heinz Krutz will im Gewerbegebiet Krottenthal ein Hotel bauen. Unterdessen wartet die Gemeinde noch darauf, dass Krutz die Unterführung der Kreisstraße schafft.  

WaakirchenWährend die Golfer auf dem Platz in Piesenkam nun seit über zwei Jahren ihre Runden drehen, segnete der Waakirchner Gemeinderat jetzt den geänderten Bebauungsplan für das Gebiet ab. Das bedeutet: Die KG Golfplatz von Investor Karl Heinz Krutz darf eine Driving Range anlegen und den Stadel von Landwirt Georg Schwaighofer zum Clubhaus umbauen. Viel mehr am Herzen liegt der Gemeinde allerdings, dass Krutz endlich die Unterführung der Kreisstraße bauen lässt. Das machte Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) in der Sitzung erneut deutlich.

Doch da hakt es noch immer. Denn das Landratsamt Miesbach genehmigt den Bau nur, wenn die KG Golfplatz mit einer Bürgschaft belegt, dass sie die Kosten für den Rückbau der Unterführung tragen kann. „Die Bürgschaft liegt uns noch nicht vor“, erklärt Birger Nemitz, Sprecher des Landratsamtes. Die gleiche Auskunft hatte er schon im Juli erteilt. Aber nicht nur die Bürgschaft fehlt. Das Landratsamt verlangt von Krutz auch eine schriftliche Zusicherung, dass sein Unternehmen für die gesamte Finanzierung sowie den Unterhalt aufkommt und die Haftung übernimmt. Auch diese Vereinbarung ist noch nicht unterschrieben.

Während all dies noch offen ist, hegt Krutz bereits neue Pläne. Sein KG Golfplatz will ein Hotel errichten. Allerdinger nicht beim Golfplatz selbst, sondern im Gewerbegebiet Krottenthal. Das Vorhaben wird bei der Sitzung des Bauausschusses am Dienstag, 18. September, erstmals Thema sein. Auch hinter den Kulissen ist das Thema neu. Dass Krutz nun ein Hotel errichten will, sei auch für die Gemeinde eine Überraschung, meint Bauamtsleiter Christoph Marcher. Im Rathaus liege bislang kein Betriebskonzept vor. Der Standort liegt vom Golfplatz ein gutes Stück entfernt. Auf dem Platz selbst wäre ein Hotel baurechtlich kaum denkbar. Ziel der Gemeinde war eine naturnahe Gestaltung.

Trotzdem erwies es sich als schwierig, Öko-Ausgleichsflächen in der geforderten Größe und Qualität auszuweisen. Dieser Punkt erwies sich im Bebauungsplanverfahren als Hemmschuh. Auch bei der letzten Abstimmung war noch eine Nachbesserung nötig. Demnach ist nun festgesetzt, dass der Öko-Ausgleich für 25 Jahre gesichert ist.

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