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Gern auf dem Friedhof - aber nicht aus dem Automaten: Grablicht.

Bürgermeister: „Ich weiß das, ich bin Gärtner."

Absage vom Gemeinderat: Grablicht-Automat überzeugt nicht

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Waakirchen – Grablichter an einem Automaten direkt am Friedhof kaufen – das hatte sich Christian Klein für Waakirchen und Schaftlach gewünscht. Doch der Gemeinderat sah's anders.

Dort erklärte Bürgermeister Sepp Hartl (FWG), gelernter Gärtnermeister, warum ein Grablicht-Automat für seine Gemeinde keinerlei Sinn ergebe. Der Kauf lohne auf keinen Fall, die Anmietung eines Automaten nach seiner Rechnung auch nicht. 49 Euro plus Mehrwertsteuer müsste die Gemeinde für die Miete pro Monat bezahlen, erklärte Hartl den Ratsmitgliedern.

Um keinen Verlust zu machen, müsste sie in dem Zeitraum 80 Kerzen aus dem Automaten verkaufen, zu einem Preis von 1,20 bis 1,40 Euro pro Stück. Im Discounter gebe es Grablichter aber schon für 85 Cent. Und dort würden sie auch gekauft. „Gemeinsam mit dem Plastikgesteck zu Allerheiligen“, erklärte der Bürgermeister. „Ich weiß das, ich bin Gärtner.“ Seine Argumentation überzeugte das Gremium: Der Antrag wurde nicht weiter diskutiert.  

jm

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