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Am westlichen Ortseingang soll das neue Brauereigelände entstehen.

Standort am Waakirchner Ortseingang

Hoppebräu: Auch Bauausschuss gibt grünes Licht

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Waakirchen - Seit Langem sucht Markus Hoppe in Waakirchen nach einem Standort für seine Brauerei - den hat er gefunden. Jetzt hat der Bauausschuss seinen Bauantrag genehmigt. 

Einen Ort, an dem man sich trifft, will Brauer Markus Hoppe in seiner Heimat Waakirchen schaffen – eine Schaubrauerei mit Gaststätte und Biergarten. Den Grundsatzbeschluss hat der Gemeinderat bereits getroffen. Jetzt, nur eine Woche später, war Hoppes Antrag Thema im Bauausschuss. Denn: Der 27-Jährige hat es eilig. 

Hoppes Bauantrag war Gegenstand der jüngsten Bauausschuss-Sitzung

Einen Standort für die Produktionsstätte und die Schankwirtschaft mit Biergarten hat Hoppe mit Unterstützung der Gemeinde mit einem 3000 Quadratmeter großen Grundstück am Waakirchner Ortseingang gefunden. Um es baureif zu machen, hat der Gemeinderat einer Änderung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans zugestimmt. Nun legte er den konkreten Bauantrag vor, der parallel bearbeitet wird. 

Im ersten Stock will der Brauer mit seiner Partnerin einziehen

60 Besucher sollen auf den 70 Quadratmetern im Gasthof Platz finden, 80 weitere im Biergarten. Eine 180-Quadratmeter-Wohnung im ersten Stock will Hoppe mit seiner Partnerin selbst beziehen. Und auch für Parkplätze ist gesorgt: 39, darunter sechs für zukünftige Mitarbeiter, sind laut Planung ausgewiesen. Gemeinsam mit seinem Architekten Thomas Schmidt legte Hoppe seine Pläne dem Bauausschuss vor. 

„Das soll ein schönes Miteinander werden“

Im Großen und Ganzen zeigte sich das Gremium einverstanden, einige kleinere Änderungswünsche ergaben sich dann aber doch. Laut der ursprünglichen Planung war in Richtung der angrenzenden Wohnbebauung ein Leergutlager vorgesehen. Dieses fällt nun weg. „Das brauchen wir eh nicht unbedingt, wir füllen ja in Grafing ab“, sagt Hoppe auf Nachfrage unserer Zeitung. „Die zwei Paletten, die wir da in der Woche stehen haben, stellen wir direkt ans Gebäude.“ Außerdem biete sich so die Möglichkeit, die Fläche zu begrünen – den Nachbarn zuliebe. Eines liegt Hoppe nämlich besonders am Herzen: „Das soll ein schönes Miteinander werden.“ 

Die Malzsilos bekommen eine Sprossenwand-Verkleidung 

Auch die Mitarbeiter-Parkplätze sollen an anderer Stelle unterkommen. Sie rücken direkt ans Brauereigebäude. Ausschussmitglied Andreas Hagleitner (FWG) störte sich am äußeren Erscheinungsbild der Außentanks, also der Malzsilos. Auch hier zeigte sich Hoppe kompromissbereit. Die Lösung: eine Art Sprossenwand-Verkleidung in Ost- und Südrichtung. 

Gwenny Kalch (SPD) wollte wissen, ob es an der Zufahrt zum Brauerei-Grundstück einer Linksabbieger-Spur bedürfe. „Herr Hoppe vom Straßenbauamt hat gesagt, dass es die nicht braucht“, sagte Bürgermeister Sepp Hartl (FWG). „Das ist Sache der Regierung.“ 

Bis zum Winter soll der Rohbau stehen

Der Ausschuss sprach sich – unter Einbeziehung der besprochenen Änderungen – einstimmig für Hoppes Planung aus. Architekt Hans Hagleitner wird den Bebauungsplan erstellen. „Ich hoffe, dass wir in der Februar-Sitzung des Gemeinderats schon auf der Tagesordnung stehen“, sagt Hoppe. Anschließend erfolgt das Auslegungsverfahren, bereits im Juli würde der Jungunternehmer gerne mit dem Bau beginnen – ein ambitionierter Zeitplan. „Da darf nichts schiefgehen.“ Denn bis zum Winter soll der Rohbau stehen.

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