Mit großem Dank verabschiedete Norbert Kerkel (vorne, 3.v.r.) die Ehemaligen (vorne, v.l.) Christine Mehl, Sepp Hartl, Monika Marstaller, Günther Schmöller, Wolfgang Nagler sowie (hinten, v.l.) Balthasar Brandhofer, Johann Glonner, Andreas Hagleitner, Hermann Mair, Georg Rausch und Anian Weindl.   Foto: Thomas Plettenberg
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Mit großem Dank verabschiedete Norbert Kerkel (vorne, 3.v.r.) die Ehemaligen (vorne, v.l.) Christine Mehl, Sepp Hartl, Monika Marstaller, Günther Schmöller, Wolfgang Nagler sowie (hinten, v.l.) Balthasar Brandhofer, Johann Glonner, Andreas Hagleitner, Hermann Mair, Georg Rausch und Anian Weindl.

Waakirchens Bürgermeister Norbert Kerkel ehrt Vorgänger und ehemalige Gemeinderäte

In Teamarbeit den Ort geprägt

  • Christina Jachert-Maier
    VonChristina Jachert-Maier
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Eigentlich hätte die Verabschiedung im großen Rahmen stattfinden sollen. Doch wegen Corona wurde Waakirchens Ex-Bürgermeister Sepp Hartl und Gemeinderäte im kleinen Stil geehrt und verabschiedet.

  • Waakirchens Ex-Bürgermeister Sepp Hartl und ehemalige Gemeinderäte verabschiedet und geehrt.
  • Zeremonie fand wegen Corona in der Turnhalle und in kleinem Rahmen statt.
  • Hartl: „Abschied schmerzt noch immer.“

Waakirchen – Einen anderen auf seinem Stuhl im Rathaus zu sehen, hätte Waakirchens Ex-Bürgermeister Sepp Hartl nur schwer ertragen. Darum kam es ihm gelegen, dass sein Nachfolger Norbert Kerkel ihn in der Turnhalle offiziell verabschiedete. Stehend.

„Der Abschied schmerzt immer noch“, räumte Hartl freimütig ein. Obwohl er nun doch einige Monate zurückliegt. Der neue Bürgermeister und auch der Gemeinderat sind seit dem 1. Mai im Amt. Eine Verabschiedung in größerem Rahmen war wegen Corona bisher nicht möglich. Eigentlich hätte Kerkel seinem Amtsvorgänger und auch den ausgeschiedenen Gemeinderäten gerne bei der Bürgerversammlung für ihr Engagement gedankt. Doch wegen der Pandemie werde es heuer voraussichtlich keine geben, erklärte Kerkel. „Das lassen wir gerade prüfen.“ Um den Ex-Mandatsträgern endlich gebührend Adieu zu sagen, hatte er darum zur Ehrung im Vorfeld der Gemeinderatssitzung eingeladen. Danach ging’s gemeinsam zum Essen.

Verabschiedung in Waakirchen: Sepp Hartl bekommt einen geschnitzten Löwen

Für Ex-Bürgermeister Hartl fand Kerkel viele lobende Worte. In den zwölf Jahren seiner Amtszeit habe der gelernte Gärtner die Gemeinde geprägt. Unter seiner Regie seien zum Beispiel der Lanserhof entstanden, Häuser für Einheimische, der neue Hochbehälter und viele Einrichtungen für Kinder. Für die Belange „seiner Butzerln“ habe Hartl immer ein offenes Ohr gehabt, erinnerte Kerkel. Auch schwierige Themen wie die Umgehungsstraße habe Hartl angepackt. Und dass aktuell ein Feuerwehrhaus im Bau sei, verdanke die Gemeinde ebenfalls Hartl. „Ich führe nur weiter, was Du angefangen hast“, meinte Kerkel. Überhaupt habe Hartl ihm ein wohlgeordnetes Haus hinterlassen. Als Präsent überreichte Kerkel Hartl ein geschnitztes Abbild des Löwen-Denkmals im Ort.

Auch Hartl sagte zum Abschied noch einmal Dank: seinen Mitarbeitern, den Gemeinderäten, den Spendern, die Jahr um Jahr das Gemeindekonto für bedürftige Einheimische bestückt hatten. Der Beruf habe ihm immer Freude gemacht. Er sei dafür gescholten worden, dass er einiges im Stillen erledigt habe, erinnerte Hartl. „Aber es ist manchmal besser, wenn man nicht alles sagt.“ Der Handel mit „dem Voitl“ – also der Erwerb des Anwesens Bäckervoitls und der zugehörigen Wiesen – habe der Gemeinde „aus dem Loch“ herausgeholfen, resümierte Hartl. Wichtig sei es, etwas für den Ort zu bewirken.

Seinem Nachfolger und dem neuen Gemeinderat wünsche er viel Glück. Auch eine Empfehlung hatte Hartl mit Blick auf die Tagesordnung parat. Die Fraktionen ABV und WIR/FW hatten jeweils zwei Anträge zur Sitzung eingebracht. Man möge gut zusammenarbeiten, statt viele Forderungen einzureichen: „Da wird sich mancher die Hörndl noch abstoßen.“

Neben Hartl wurden auch die früheren Gemeinderäte verabschiedet. Balthasar Brandhofer (ABV), Johann Glonner (CSU), Andreas Hagleitner (FWG), Hermann Mair (SPD), Monika Marstaller (FWG), Christine Mehl (SPD), Wolfgang Nagler (FWG), Georg Rausch (CSU), Günther Schmöller (FWG) und Anian Weindl (CSU) wurden mit Dankesworten, Urkunden, Porzellanlöwen und Blumen verabschiedet. Bei der Ehrung nicht mit dabei war Georg Bachhuber (ABV).

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