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Junger Brauer mit vielen Ideen: Markus Hoppe will in Waakirchen einen Vorzeige-Betrieb schaffen. 

Produktion und Gaststätte mit Biergarten

In Waakirchen: Wuider Brauer will bauen

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Waakirchen - Die vogelwuiden Biere von Markus Hoppe (27) sind ein Riesenerfolg. Jetzt will er mehr. Eine eigene Brauerei, mit Gastwirtschaft und Biergarten in seiner Heimat Waakirchen. Ein Grundstück hat er. Ob Hoppe dort bauen darf, darüber diskutiert der Gemeinderat am Dienstag.

Brauen, das ist für Markus Hoppe Profession und Leidenschaft. Seine Biere tragen Namen wie Wuida Hund, Wuide Hehna, Vogelwuid oder Wuidsau. Das passt zu einem ungestümen Kreativen, der schon auf Mauritius gebraut hat, um Neues auszuprobieren. Daheim ist er in Waakirchen, und da will er bleiben. Hier soll seine Brauerei entstehen.

27 Jahre ist er jetzt alt, sein Unternehmen Hoppebräu hat er schon 2013 gegründet. Wenn ihm einer sagt, er sei zu jung für so große Investitionen, nervt ihn das ziemlich. „Wenn, dann jetzt“, findet Hoppe.

Dass seine Biere ankommen, hat sich längst gezeigt. „Wir rackern und kommen trotzdem kaum nach“, sagt der Brauer. Mit seinem kleinen Team – die Familie, die Freundin, dazu ein Angestellter – hat er sich in Grafing bei der Brauerei Wildbräu-Grandauer eingemietet. Seine Kreationen finden ein begeistertes Publikum. Vielleicht auch, weil der junge Brauer das richtige Bauchgefühl hat und den Nerv trifft.

Eben darauf hat er sein Konzept gebaut. Am Waakirchner Ortseingang – von Bad Tölz kommend, auf der rechten Seite – will Hoppe seine Schaubrauerei mit Gasthof und Biergarten stellen. „Ein schönes Haus, keinen Industriebau“, sagt er. Unten gemauert, oben Holz, in einem Stil, der zu Waakirchen passt. Und schnell soll es jetzt gehen. „Mein Ziel ist es, heuer das Dach noch draufzukriegen.“ Nach einem Grundstück hat Hoppe lange gesucht, mit Unterstützung der Gemeinde Waakirchen. Immer wieder mal war ein Standort im Gespräch, immer wieder wurde letztlich nichts daraus. Die nun gewählte Fläche habe er mit Hilfe der Gemeinde gefunden, sagt Hoppe. Knapp 3000 Quadratmeter groß, direkt an der Bundesstraße, ein guter Platz für eine Gastwirtschaft. Aber: Baurecht besteht hier noch nicht. „Das müsste die Gemeinde erst schaffen“, erklärt Markus Liebl, Amtsleiter im Rathaus.

Bei der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am Dienstag, 10. Januar, Beginn 19 Uhr, geht es um eine Grundsatz-Entscheidung. Will die Gemeinde die Schaubrauerei an dieser Stelle zulassen oder nicht? Beantragt sind eine Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans. Ob das Verfahren überhaupt beginnt, hängt von diesem Beschluss ab. Tatsächlich ist Hoppes Unternehmensplanung schon weit gediehen. Sein Brauerei-Gasthof soll 60 Plätze haben, der Biergarten 80. Im ersten Stock ist eine Wohnung vorgesehen, die Hoppe selbst beziehen will. Durch den Gastraum im Erdgeschoss geht es direkt in die Produktionsstätte. Zum Start will Hoppe dort rund 3000 Hektoliter jährlich brauen, jedes Jahr sollen es dann 500 bis 1000 Hektoliter mehr werden. Bis schließlich 10 000 Hektoliter erreicht sind, die Obergrenze. „Das ist mein 15-Jahres-Plan“, erklärt Hoppe.

Abgefüllt wird in Waakirchen nicht, das passiert weiter in Grafing. „Alles, was laut und hässlich ist, kommt weg von meinem Hof“, verspricht Hoppe. Er will einen schönen Betrieb, um die Bierkultur zu pflegen. Und deshalb auch keinesfalls im Gewerbegebiet bauen. Im Umfeld dort hätte sein Konzept mit Biergarten und Veranstaltungen keine Chance. Er hofft auf das Okay des Gemeinderats für den Bau in Waakirchen: „Eine Alternative gibt’s nicht.“

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