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Wird jetzt doch Clubhaus: Moar-Alm.

Warum es diesen Kurswechsel gab

Jetzt doch: Moar-Alm wird Herz des Golfplatzes

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Piesenkam – Die Moar-Alm wird jetzt doch zum Clubhaus des Golfplatzes in Piesenkam. Übergangsweise. Ist damit der Stadl von Bauer Schwaighofer Geschichte?

Erste Gespräche gab’s schon, als Christine Robert noch selbst die Gäste in ihrer Sachsenkamer Auberge Moar-Alm verwöhnte. Das ehemalige Bauernhaus zum aussichtsreichen Clubhaus des Golfplatzes zu machen, liegt buchstäblich nahe. Der Piesenkamer Platz reicht bis dicht an die Alm.

Als die Golfplatz-Planung im Jahr 2000 begann, war immer wieder die Rede davon, die Moar-Alm einzubeziehen. Weil keine Einigung zustande kam, plante die von Karl Heinz Krutz geführte Golfplatz KG jedoch um – mehrfach. Zuletzt beantragte das Unternehmen, den Stadel des Landwirts Georg Schwaighofer in Piesenkam umzubauen. Dort sollen Büros, ein Golf-Shop und Lagerräume entstehen. Zudem will der Bauer einen Hofladen mit kleinem Bistro einrichten.

Der Stadl von Georg Schwaighofer ist noch nicht vom Tisch.

Darüber ist noch immer nicht entschieden: Das Bebauungsplanverfahren zieht sich hin. Unterdessen hat das Büro des Golfplatzes mit vier Mitarbeitern einen Container neben dem Stadel bezogen. Kein schöner Anblick, wie Bürgermeister Sepp Hartl moniert hat. Auf der Suche nach einer Lösung hat die Golfplatz KG wieder bei Christine Robert nachgehakt. Die bewirtet inzwischen im Rottacher Monte Lago Gäste und hat die ererbte Moar-Alm nun seit 1. September doch an den Golfplatz verpachtet. In den nächsten Wochen wird dessen Verwaltung dorthin umziehen. „Darüber freuen wir uns sehr“, meint Andrea Fräsdorf von der Golfplatz KG. Der Büro-Container neben dem Stadel soll verschwinden. Wann er abgebaut wird, kann Fräsdorf noch nicht sagen.

Die Moar-Alm wird der neue Startpunkt für den Golfplatz. Die Besucher parken ihre Autos dort. Auch um die Gastronomie im Clubhaus kümmern sich die Golfplatz-Betreiber. Ab wann die Golfer dort speisen können, ist offen. Wohl erst 2017. Zunächst müssen die zuletzt nur sporadisch genutzten Räume auf Vordermann gebracht werden. Zudem sind diverse Genehmigungen einzuholen. So dient die Alm vorerst als Büro und Personalraum für die fünf Greenkeeper.

Für den Spielbetrieb ändert sich wenig. Die bisherige Bahn 16 liegt nahe an der Moar-Alm und wird zur ersten Bahn der im Juni eröffneten 18-Loch-Anlage. Die hat in der ersten Saison erfreulich viele Spieler angelockt, wie Fräsdorf berichtet: „Wir sind sehr zufrieden.“ Der 80 Hektar große Platz, sanft gewellt, aber auch für weniger Sportliche gut begehbar, finde viel Resonanz. Auch wenn noch einiges fehlt. Ein Clubhaus vor allem, das es mit der Moar-Alm künftig gibt. Und eine Driving Range. Eine solche ist dem noch nicht verabschiedeten Bebauungsplan zufolge neben Schwaighofers Stadel geplant. Momentan kann der Plan nach Auskunft der Gemeinde nicht bearbeitet werden. „Wir warten noch auf die wasserrechtliche Genehmigung“, sagt Waakirchens Gemeinde-Geschäftsleiter Franz Schweiger.

Die braucht es, weil der Golfplatz einen Brunnen bauen muss. Eine Quelle ist gefunden, aber noch steht die Genehmigung des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim aus. „Dafür werden sehr viele Daten verlangt“, erklärt Fräsdorf. Jetzt sei aber alles beisammen. Voraussichtlich nächste Woche werde die Golfplatz KG den vollständigen Antrag einreichen.

Dann endlich wird sich klären, ob der Golfplatz das Okay für den Stadel-Umbau und die Driving Range bekommt. Fallen lässt die Golfplatz KG die Pläne, dort ein Club-Domizil zu schaffen, trotz des Umzugs in die Moar-Alm nicht, wie Fräsdorf sagt. Denn die Alm, so heißt es in einer Pressemitteilung, sei nur befristet gepachtet. Zum Zeitraum gibt es nur eine vage Aussage: „Für die nächsten Jahre.“

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