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Waakirchens neuer Ehrenbürger: Josef Gast (l.) bei der Verleihung durch Bürgermeister Sepp Hartl. 

Wegen zahlreicher Ehrenämter

Josef Gast wird Ehrenbürger: "Müsste 262 Jahre alt sein"

Waakirchen - Josef Gast aus Piesenkam war Gemeinderat in Waakirchen hatte über mehrere Jahrzehnte zahlreiche Ehrenämter inne. Jetzt hat ihn der Gemeinderat zum Ehrenbürger ernannt. 

28 Jahre im Gemeinderat, zwölf Jahre Ortssprecher von Piesenkam, dazu 21 Jahre Vorsitzender der Feuerwehr Piesenkam und 40 Jahre als Piesenkamer Sänger – Josef Gast ist in der Gemeinde Waakirchen tief verwurzelt. Ähnlich sah das auch der Gemeinderat, der den 73-Jährigen für seine Verdienste um das Gemeindewohl einstimmig zum Ehrenbürger erklärte. 

„Du bist der vierte den ich zum Ehrenbürger machen darf“, sagte Bürgermeister Josef Hartl (FWG) im Zuge der Verleihung. „Bei dir freut es mich am meisten.“ Gast habe es verdient, schließlich, so der Rathauschef, sei er einer, der für die Leute da war. Parteien seien dem ehemaligen CSU-Gemeinderat egal gewesen. „Du hast stets zum Wohle der Gemeinde und der Bürger gehandelt“, fügte Hartl an. 

Gast, dem zu Ehren Zitherspieler Hans Söllner das Stück „Bergfrühling“ vortrug, war sichtlich gerührt. Um Worte war er dennoch nicht verlegen. „Ich war aufgeschlossen und hilfsbereit und habe immer jedem geholfen“, sagte der Ehrenbürger. „Ich habe ganz schön gewirkt in unserer Gemeinde.“ Diesen Satz untermauerte Gast mit eben jenem Humor, den ihm Hartl zuvor attestiert hatte. „Wenn ich alle Tätigkeiten zusammenzähle, dann müsste ich 262 Jahre alt sein“, sagte er. Auch Hartl zeigte sich über die Fülle von Gast’s Ehrenämtern erstaunt: „Vier Abende musst du aber daheim gewesen sein, sonst hättest du es ja nicht zu vier Kindern gebracht“, scherzte der Bürgermeister. 

Den Vorschlag, Gast zum Ehrenbürger zu ernennen, hatte die CSU-Fraktion im Gemeinderat gemacht. Dass Gast diesen Titel verdient hat, zeigte die anschließende Abstimmung. Einstimmig beschloss das Gremium die Ernennung. „Dank an die CSU-Fraktion für den Vorschlag“, sagte Gast. „Ich hätte nicht gedacht, dass der Antrag ohne Gegenstimme durchgeht.“ Besonderer Dank gelte FWG-Gemeinderat Günther Jeske. Der Arzt habe ihm das Leben gerettet. „Ohne ihn wäre ich nicht mehr hier.“

Gast erhielt eine Urkunde, dazu einen Blumenstrauß und einen guten Tropfen. Abschließend lud er das gesamte Gremium zum Essen und vor allem zum Trinken ein. „Bis fünf Uhr morgens.“

Bastian Huber

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