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Wander- und Rückeweg: der Kesselweg zur Sigrizalm. Anwohner hatten sich über nächtlichen Lkw-Lärm beschwert. ein Nachtfahrverbot lehnt die Gemeinde jedoch ab. 

Gemeinderat Waakirchen

Kein Nachtfahrverbot für Holztransporte am Kesselweg 

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Weil über den Kesselweg oft Holzlaster rollen, haben Anwohner ein Nachtfahrverbot beantragt. Der Gemeinderat Waakirchner lehnte ab. 

Waakirchen– Der Kesselweg erschließt den Bereich Sigrizalm. Genutzt wird er nicht nur von Ausflüglern, sondern auch für Holztransporte. Vom Lärm der Lkw fühlen sich Anlieger des Rechelkopfwegs belästigt. Sie wünschen sich deshalb ein Nachtfahrverbot für den Kesselweg, berichtete Waakirchens Bürgermeister Norbert Kerkel (FWG) im Waakirchner Gemeinderat. Mit der Initiatorin des Antrags habe er ein Gespräch geführt, so Kerkel. Sie habe versichert, dass nicht nur sie alleine, sondern auch Nachbarn sich gestört fühlen. Dabei sei es nicht nur um nächtlichen Lkw-Lärm gegangen, sondern auch um das wilde Parken in dem Bereich. Um Abhilfe für zumindest Letzteres zu schaffen, habe die Gemeinde bereits Halteverbotsschilder aufgestellt und neue Parkplätze ausgeschildert.

Nachtfahrverbot wäre nicht rechtssicher 

Den Erlass eines Nachtfahrverbots habe er mit Peter Schiffmann, Fachgebietsleiter Verkehr am Landratsamt Miesbach, erörtert, berichtete Kerkel. Dem Experten zufolge wäre die Anordnung eines solchen Verbots „nicht rechtssicher“. Um es zu rechtfertigen, müssten die Beeinträchtigungen schon sehr gravierend sein. Laut Gerhard Waas, zuständiger Förster am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Holzkirchen, werde aktuell verstärkt Holz geschlagen und abgefahren. Aber im Schnitt seien im Bereich Kesselweg pro Jahr nur etwa 200 Lkw-Bewegungen zu verzeichnen. Dies wäre in etwa gleichbedeutend mit einem Lkw an jedem zweiten Tag, rechnete Kerkel. Von einer gravierenden Beeinträchtigung könne man angesichts dieser Zahl wohl nicht sprechen. Eine Stellungnahme der Polizeiinspektion Bad Wiessee zu dem Thema stehe allerdings noch aus.

Gemeinderat lehnt Erlass ab

Der Gemeinderat lehnte den Erlass eines Nachtverbots rundweg ab. Zuvor hatte Alexander Mayr (CSU) erklärt, die Transporte fänden in den frühen Morgenstunden, aber nicht nachts statt. Könnten die Lkw erst später am Tage über den Kesselweg rollen, wäre dies für Radfahrer und Fußgänger problematisch. Insbesondere, da seit Kurzem ein Abstandsgebot für das Überholen von Radlern gelte. Der Holzlaster müsste an schönen Tagen weite Strecken hinter Radlern herfahren. „Es kann sich jeder vorstellen, was das bedeutet“, meinte Mayr. Da sei es schon besser, wenn die Laster um 6 Uhr unterwegs seien und ab 8 Uhr wieder Ruhe herrsche.

„Das Holz dahinten muss raus“, meinte auch Rudi Reber (ABV). Im Gremium war man sich einig, auf ein Fahrverbot zu verzichten. Allerdings sollen Messungen gemacht werden.  

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