Harfenistin Evelyn Huber gastiert bei der Kleinkunstbühne Waakirchen.
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Gastiert im März kommenden Jahres mit Musiker-Kollegen in Waakirchen: Harfenistin Evelyn Huber.

Interview mit dem Vorsitzenden Hugo Eder

Kleinkunstbühne Waakirchen: So geht's in der neuen Spielsaison weiter

Die Kulturwoche abgesagt, der Spielbetrieb eingestellt: Corona hat die Kleinkunstbühne Waakirchen schwer getroffen. Jetzt kommt die Kleinkunst wieder in Schwung. Ein Interview mit Leiter Hugo Eder.

  • Das Coronavirus zwang die Kleinkunstbühne Waakirchen zu einer Pause
  • Ein Programm für die Spielsaison 2020/2021 steht bereits
  • Zwei attraktive Veranstaltungen wurden aber erneut verschoben

Waakirchen – Seit über 35 Jahren holt die Kleinkunstbühne Waakirchen Künstler in die Region. Auch sie hat die Corona-Krise schwer getroffen: Die Kulturwoche im April, die nur alle zwei Jahre stattfindet, musste abgesagt werden, der Spielbetrieb auf der Bühne wurde komplett eingestellt. Hugo Eder, Vorsitzender der Waakirchner Kleinkunstbühne, sieht das Ganze dennoch recht gelassen. Wir trafen ihn zum Interview.

Sommer ohne Kleinkunstbühne sind Sie ja gewohnt. Wie erging es Ihnen nach der Absage der Kulturwoche?

Die Absage der Kulturwoche war sehr schmerzlich, weil sie ja nur alle zwei Jahre stattfindet. Aber die Gesundheit unserer Künstler und Besucher geht eben vor. Jetzt ist sie eben erst wieder in zwei Jahren.

War die Entwicklung für Sie eine Überraschung?

Nein, das hat mich nicht wirklich überrascht. Schon im Februar hab ich gesagt: Da kommt was auf uns zu. Es stand dann ziemlich schnell fest, dass wir die Kulturwoche absagen müssen. Das war eben am vernünftigsten. Wir müssen die Veranstaltung auch nicht zwangsweise haben, um Geld zu generieren. Wir machen das ja wegen der Kultur.

Hatten Sie im Nachgang viel zu organisieren?

Die Abwicklung der Ticketrückgabe war kein großer Aufwand. Und die nächste Veranstaltung findet ja erst wieder im November statt. Der Arbeitsaufwand war also relativ gering. Schwierig ist aber die weitere Planung. Wir haben ein paar Veranstaltungen noch mal verschoben. Wenn man immer wieder was verschieben muss, erschwert das die Planung natürlich. Das hängt momentan alles ein bisschen in der Luft.

Sie haben die Spielpause verlängert. Warum?

Hugo Eder, Vorsitzender der Kleinkunstbühne Waakirchen

Zum einen sind die Veranstaltungen schwierig zu finanzieren, wenn nur noch ein Viertel der Besucher in den Saal passt. Außerdem sind wir ja zu Gast im Schulhaus und wollen die nicht in Schwierigkeiten bringen.

Auf welchen Künstler haben Sie sich denn am meisten gefreut?

Auf den Andreas Hofmeir und die „Star Fours“. An die haben wir alle gute Erinnerungen. Die „Star Fours“ hätten jetzt nach 20 Jahren ihr Revival gehabt, und dafür möchten wir gerne einen vollen Saal. Aber wenn nur ein Viertel der Zuschauer in den Saal kann, ist es das nicht wert. Und auf das 10. Waakirchner Zitherfestival habe ich mich auch sehr gefreut – aber auch das wollen wir größer machen. Wir haben beides einfach um ein Jahr verschoben.

Wie sieht Ihre Planung für die nächsten Veranstaltungen aus?

Wir haben zwischen acht und zehn Veranstaltungen bis April, das ist schon machbar. Wir machen gerade Flyer, informieren die Vorverkaufsstellen, und dann müssen wir noch ein Hygienekonzept erarbeiten, das haben wir bisher vor uns hergeschoben. Wir haben es aber schon zu 80 Prozent im Kopf.

Wie wird das Konzept aussehen?

Es dürfen nur noch maximal 40 Personen in den Saal, wenn wir von Pärchen ausgehen. Für Einzelpersonen wird die Platzierung schwierig. Größere Gruppen kommen aber auch rein. Wir müssen die Plätze nur definitiv zuweisen. Das geht dann über die Kartenreservierung. Das kostet mehr Zeit, ist aber zu bewältigen.

Das komplette Programm der Spielsaison 2020/2021 finden Kulturfreunde im online auf www.kkb-waakirchen.de. Hier gibt es auch alle Informationen zum Karten-Vorverkauf.

Stefanie Fischhaber

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