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Kreisjugendring Miesbach bezieht neue Geschäftsstelle: „Fantastisch, was hier geleistet wird“

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Von: Alexandra Korimorth

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Stefan Fischbacher und Sabine Arzberger zusammen mit Pastoralreferent Christoph Mädler, hier mit Waakirchens Bürgermeister Norbert Kerkel.
Spendeten den kirchlichen Segen: (v.l.) Stefan Fischbacher und Sabine Arzberger zusammen mit Pastoralreferent Christoph Mädler, hier mit Waakirchens Bürgermeister Norbert Kerkel. © Max Kalup

Die neue Geschäftsstelle in Kammerloh hat der Kreisjugendring mit einem Hoffest eingeweiht. Von einer Segnung über eine Ausstellung, Basteln, Pizza-Essen und Konzert war einiges geboten.

Waakirchen – Weil der Platz im Landratsamt Miesbach viel zu knapp ist, hat sich der Kreisjugendring Miesbach, der bisher in den Amtsräumen ansässig war, nach einem neuen Zuhause umgesehen. Gefunden hat es KJR-Vorsitzender Markus Weber aus Schaftlach in seiner Heimatgemeinde – in einem umgebauten Wirtschaftsgebäude auf Gut Kammerloh. Im Beisein von rund 30 Jugendlichen, des stellvertretenden Landrats Jens Zangenfeind und Waakirchens Bürgermeister Norbert Kerkel wurde dort am Samstagmorgen feierlich das Band zur Eröffnung durchschnitten.

Zuvor hatten die evangelische Pfarrerin Sabine Arzberger zusammen mit dem katholischen Pfarrer Stefan Fischbacher und Pastoralreferent Christoph Mädler die neuen Geschäftsräume und alle Menschen, die sich hier und überhaupt für die Jugendarbeit einsetzen, gesegnet. Launig und auf den Paulus-Brief an die Kolosser referierend, der geradezu ein Drehbuch für die Jugendarbeit liefere, warfen sich die drei Geistlichen die Stichworte förmlich zu: „Ihr seid seine auserwählten Heiligen, also außergewöhnliche Menschen, die etwas leisten und ein Vorbild für andere sind“, rief Mädler den jungen Menschen zu und legte ihnen für die künftige Jugendarbeit die altmodischen Begriffe aus dem Kolosser-Brief – Güte, Milde, Demut und Geduld – als Ratschlag ans Herz.

Kreisjugendring feiert 75-jähriges Bestehen

Wegen der frostigen Temperaturen verlegte man den zweiten Teil der Eröffnung in den Party-Kuhstall, wo das Duo Regnat/Kloiber mit bayerischer Weltmusik und eine Roll-Up-Ausstellung zum 75-jährigen Bestehen des Bayerischen Kreisjugendrings das Programm umrahmten.

Einweihung Kreisjugendring Miesbach
Bahn frei für den Kreisjugendring: Vize-Landrat Jens Zangenfeind (l.) durchtrennte unter anderem mit den KRJ-Vorsitzenden Julian Dürr (M.) und Markus Weber (3.v.r.) feierlich das Band. © Max Kalup

Mit Blick auf dieses Jubiläum stellte Zangenfeind klar: „Das sind nicht nur Zahlen, das sind Projekte, die mit Herzblut über 75 Jahre lang auf die Beine gestellt wurden. Es ist fantastisch, was hier geleistet wird – insbesondere von Ehrenamtlern.“ Jugendarbeit vor 75 Jahren sei wichtig gewesen, heute sei sie es beinah noch mehr. Mit Blick auf die Kinder und Jugendlichen, die in den vergangenen Corona-Jahren durch Beschränkungen und Belastungen enorm viel verloren und wohl am meisten gelitten hätten, unterstrich Zangenfeind, dass es wichtig ist, jungen Menschen eine Perspektive zu bieten und positive Impulse zu setzen. Der Vize- Landrat dankte dem Kreisjugendring für seine bisherige Arbeit und sicherte die weitere Unterstützung des Landkreises zu. 55 000 Euro schüttet der jährlich an den Kreisjugendring aus, damit dieser die Jugendverbindungen im Landkreis unterstützen kann.

Bürgermeister: „Jugendarbeit ist die wichtigste Schule im Landkreis“

„Wir stellen Raum, Material und Geld zur Verfügung“, erklärte Markus Weber und zählte mit der Jugendleiterausbildung, der U18-Wahl, der Ferienfreizeit (2023 übrigens 14 Tage nach Spanien) und dem Betreuungsprogramm „Ferien dahoam“ ein paar Beispiele für die Projektarbeit auf. Zudem liegt beim KJR die Trägerschaft für die Jugendzentren JUZ Holzkirchen, Jute Hausham, FuKK Miesbach und PlanetX Tegernsee.

Waakirchens Bürgermeister Norbert Kerkel freute sich, dass die wichtige Einrichtung ihre neue Heimat in seiner Gemeinde gefunden hat. „Die Jugendarbeit ist die wichtigste Schule im Landkreis“, stellte Kerkel klar. Aber auch, dass sie sich nach Corona wird ändern müssen. „Wir müssen die Jugend stärken, damit sie mit den Problemen der Zukunft umgehen kann“, befand Weber. Und weiter: „Wir können die Zukunft nicht vorhersagen, aber wir können den Weg bereiten und begleiten, Ideen und Lösungsvorschläge mitgeben, die Möglichkeit und die Freiheit geben, eigene Entscheidungen zu treffen.“ Angesichts der kommenden Herausforderungen gelte es, die Jugend zu befähigen, Resilienz zu haben.

Nach dem offiziellen Teil wurden erst das Buffet und der Pizzaofen eröffnet. Die Gmunder Seegeister traten auf, nachmittags gab es Kaffee und Kuchen, am Abend heizte die Band „The Rockable“ den etwa 100 Gästen vor der großen Bühne ein. Über den Tag verteilt waren etwa 250 Interessierte gekommen und hatten sich das neue Domizil des Kreisjugendrings angesehen. ak

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