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Eine Autostunde von London liegt das neueste Mitglied in der Lanserhof-Familie, das Grayshott Health Spa. 

Auf Expansionskurs

Lanserhof kauft Spa bei London

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Der Lanserhof wird künftig an einem weiteren Standort vertreten sein: In Surrey in der Nähe von London. Und auch in Marienstein geht’s vorwärts - dort soll ein Mitarbeiterhaus entstehen.

Marienstein– Erst Hamburg, dann Marienstein – seit dem Jahr 2012 hat die Lanserhof Group immer expandiert. Jetzt hat sich das familiengeführte Unternehmen mit Stammsitz in Lans ein weiteres Mitglied gesichert: das Grayshott Health Spa in Surrey bei London. „Das ist unser erster Schritt aus Kontinentaleuropa heraus“, sagt Geschäftsführer Christian Harisch.

Die Überlegung, weiter zu expandieren, gibt es seit geraumer Zeit. Im Fokus sei dabei London gestanden – trotz der Brexit-Diskussionen. „Wir haben das Spa schon sehr lange im Visier“, sagt der Geschäftsführer. Als sich abgezeichnet hat, dass selbiges zum Verkauf steht, sei man in Verhandlungen getreten und habe letztlich den Zuschlag bekommen. Gemeinsam mit dem „idealen Partner“ London+Regional Properties, einer der größten privaten Immobiliengesellschaften Europas. Bereits gestern fand die Übernahme statt, seit heute sind die beiden Kooperationspartner Eigentümer.

Das über 200 000 Quadratmeter große Anwesen liegt etwa eine Autostunde von London entfernt und umfasst 59 Zimmer sowie 36 Behandlungsräume. Noch, so Harisch, steht das Grayshott Health Spa am Anfang seiner Entwicklung. „Es zu einem High-End-Produkt wie den Lanserhof zu machen, würde etwa 50 Millionen kosten.“

Jetzt, da die Übernahme erfolgt ist, geht es in die Analyse. Anschließend gelte es, über weitere Schritte zu diskutieren und zu entscheiden. Geplant ist laut Pressemitteilung eine Sanierung und Fokussierung auf den medizinischen Wellnessbereich.

Dieses Gebäude in Marienstein soll zeitnah einem Wohnhaus für die Lanserhof-Mitarbeiter weichen. 

Positives gibt es indes auch vom Standort in Marienstein zu berichten. Dort herrscht bekanntlich ein Engpass an Unterbringungsmöglichkeiten für Mitarbeiter – derzeit sind einige im benachbarten Golfhotel auf dem Steinberg sowie in Pensionen untergebracht. Jetzt ist Besserung in Sicht, denn die Lanserhof Group hat ein abbruchreifes Gemeindehaus in Marienstein erworben – laut Vertrag ausschließlich zum Bau von Mitarbeiterwohnungen.

Laut Bürgermeister Sepp Hartl hat sich der Lanserhof „mit einem marktüblichen Angebot“ gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt. Die angekündigte Ausschreibung habe es zwar nicht gegeben, das sei mit dem Landratsamt aber so abgesprochen. Geplant sind nun 30 Wohneinheiten inklusive einer Tiefgarage, die auch den Stellplatzmangel an Lanser- und Margarethenhof auffangen soll. „Das ist ein ganz großer Schritt“, sagt Harisch. „Wir sind den Gemeinderäten und dem Bürgermeister sehr dankbar.“

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