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Lanserhof Steinberg
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Der Pavillon auf dem Steinberg.

Bauausschuss Waakirchen

Luxus-Suite auf dem Steinberg bewilligt

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Jetzt also doch: Lanserhof-Chef Christian Harisch hat grünes Licht für ein weiteres Projekt auf dem Steinberg.

Marienstein Erst sollte es ein reiner Yoga-Pavillon werden, nun aber doch eine Suite für die Gäste des noblen Lanserhofs auf dem Steinberg. Als der Antrag zur Umnutzung des Neubaus das Waakirchner Rathaus erreichte, waberten Gerüchte durch den Ort: Die Suite in Bestlage mit Blick bis zum Tegernsee sei längst fertig, der Gemeinderat schaue beim Resort für die Reichen halt nicht so genau hin. Das ließ den Bauausschuss hellhörig werden. Wie berichtet, verweigerte er in seiner März-Sitzung dem Antrag die Zustimmung und forderte einen Ortstermin am Pavillon. Der hat inzwischen stattgefunden.„Wir haben einen Rohbau vorgefunden“, erklärte Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) jetzt im Bauausschuss. Die Aussagen, die Suite sei bereits erstellt, träfen nicht zu. Seiner Empfehlung, die neue Nutzung zu bewilligen, schloss sich das Gremium an. Demnach kann Lanserhof-Chef Christian Harisch sein abgeändertes Konzept umsetzen. Die Suite ist für Gäste gedacht, die die Öffentlichkeit besonders scheuen oder ein sehr großes Sicherheitsbedürfnis haben. Daneben soll der Pavillon, besonders die Dachterrasse, auch für Yoga genutzt werden.

Lanserhof-Chef: Leisten wichtigen Beitrag zur Gesundheit“

Es wäre schön, von solchen Gedanken künftig früher zu erfahren, meinte Bürgermeister Hartl in Richtung von Stefan Huber, der als Lanserhof-Vertreter auf einem Zuhörer-Stuhl Platz genommen hatte. Christine Mehl (SPD) wurde deutlicher. Sie verstehe nicht, dass die Idee Yoga-Pavillon noch vor der Fertigstellung des Neubaus bereits wieder über Bord geworfen werde. „Erst hat es geheißen, das wäre der beste Platz für Yoga“, erinnerte Mehl. Sie teile die Haltung nicht, die Änderung einfach so zu genehmigen: „Ich bin da weniger konform.“

Robert Englmann (CSU) wollte das Thema nicht emotional angehen. Baurechtlich sei die Umnutzung nicht zu beanstanden, also stimme er zu. Damit war er auf einer Linie mit Andreas Hagleitner (FWG), der allerdings festgehalten haben wollte, dass der Pavillon auch für Yoga genutzt wird. Der Gemeinderat werde dies im Blick behalten und zur Matten-Kontrolle anrücken, ließ er Huber wissen.

Der Lanserhof-Manager erklärte, man habe das Konzept dem Bedarf angepasst. Von außen ändert sich am Pavillon durch die Umnutzung nichts. Der Neubau ist etwa 250 Quadratmeter groß, wurde passend zum Hauptbau rundum mit Glas gestaltet und mit einem Flachdach versehen.

Dass die Gemeinde beim Lanserhof so genau hinsehe, erkläre sich aus der Vorgeschichte, merkte Hartl an. Gegen die Baupläne auf dem idyllischen Steinberg gab’s viel Widerstand. Im November 2011 machte ein Bürgerentscheid den Weg frei für den Lanserhof, unmittelbar darauf ließ der Tiroler Unternehmer Harisch die Bagger anrollen. Seit Januar 2014 ist das Luxus-Gesundheitsresort in Betrieb. „Und wir sind sehr froh, dass wir den Lanserhof haben“, erklärte Hartl, für den es die letzte Sitzung als Bürgermeister war. Das Unternehmen sei stets ein fairer Partner. „Das merken wir auch im Geldbeutel“, setzte Hartl hinzu. Selbst die einstigen Gegner sähen den Betrieb nun positiv.

Die Bürgerbewegung gegen den Lanserhof habe aber auch Gutes bewirkt, merkte Hagleitner an. Die ersten Entwürfe für den Lanserhof hätten ganz anders ausgesehen als das, was am Ende entstanden sei. Tatsächlich füge sich die Anlage nun gut in die Umgebung ein. Dies sei auch dem Engagement der Bürger zu verdanken.

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