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Die Animation zeigt den Lanserhof Sylt.

Baubeginn für 100 Millionen Euro Resort 

Lanserhof: Nach dem Steinberg kommt Sylt

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Auf Tegernsee folgt Sylt. Vier Jahre nach der Eröffnung des Lanserhofs auf dem Steinberg beginnt Christian Harisch mit dem Bau einer Wellness-Oase im Norden. 100 Millionen Euro sind veranschlagt. 

Marienstein/SyltTegernsee und Sylt, das sind für Lanserhof-Chef Christian Harisch die spannendsten Orte in Deutschland. Dass der See vom Steinberg ein gutes Stück entfernt liegt, spielt für ihn übrigens keine Rolle. Nichts könnte besser zum Lans Med Concept passen als die stille Erhebung mit Blick auf Berge und See. „Ein magischer Ort“ sagt Harisch über den Steinberg, auf dem er im Januar 2014 den Lanserhof Tegernsee eröffnet hat, als Pendant zum Stammhaus in Lans (Tirol). Schon ein Jahr später kaufte er ein Traumgrundstück auf Sylt. Fünf Hektar in der Gemeinde List, beste Wattlage.

100 Millionen Euro wird Harischs Unternehmen in die Dünen setzen. Am 19. November sollen die Bauarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Offiziersheims beginnen. Dieser Tage erst hat Harisch einen Vertrag mit Höft Bau Sylt geschlossen, einem regionalen Unternehmen. Wie auf dem Steinberg entsteht auf Sylt ein Gesundheitsresort der Extraklasse. 69 Zimmer auf einer Grundfläche von 20 000 Quadratmetern sind geplant. Das neue Resort ist etwas kleiner als der Lanserhof Tegernsee, der 70 Zimmer und einen größeren Außenbereich bietet. Und es ist teurer: Der Lanserhof Tegernsee hat 80 Millionen Euro gekostet.

Doch während es auf dem Steinberg nicht besser laufen könnte, schlägt Harisch auf Sylt eine steife Brise entgegen. „Die Seele des Nordens muss ich erst noch studieren“, sagt der Tiroler. In Bayern sei für ihn vieles einfacher gewesen. „Bayern ist einem Tiroler von der Mentalität her einfach näher.“ Zwar habe es auch in Waakirchen anfangs viel Skepsis gegeben, erinnert sich Harisch. Doch er konnte überzeugen, ein Bürgerentscheid fiel pro Lanserhof aus. „Und dann war alles gut“, erinnert sich Harisch. Jeden Tag sei er „zufrieden und dankbar“, den Betrieb auf dem Steinberg führen zu dürfen. Inzwischen arbeiten allein im Gesundheitsresort Lanserhof – also ohne den Golfclub Margarethenhof – 180 Menschen. Sie kümmern sich um 80 Gäste. „Mehr nehmen wir nicht auf“, meint Harisch. Der Erfolg gibt ihm Recht. Erst vor kurzem hat der Lanserhof Tegernsee zum vierten Mal in Folge den Preis „World’s Best Medical Spa“ bekommen.

Das Vertrauen der Sylter zu gewinnen, scheint sehr viel schwerer zu sein. „Die meinen, ein Tiroler versteht doch nichts vom Küstenschutz“, weiß Harisch. Aktuell klafft auf dem Gelände eine Baugrube. Als sich dort eine Weile nichts tat, machten wilde Gerüchte die Runde. „Die Leute haben wahnsinnig Angst, dass ich nicht baue“, meint Harisch. Dass am Ende nichts als heiße Luft bleibt und ein großes Loch im Boden. Ängste, für die Harisch auch Verständnis hat. „Die Sylter sind schon oft enttäuscht worden.“

Er ist in diesen Tagen viel damit beschäftigt, Bedenken zu zerstreuen. Dass am Ende auch auf der Insel alles gut gehen wird, davon ist Harisch überzeigt. Ende 2020 soll der Lanserhof Sylt stehen. Der umtriebige Tiroler wird Tempo machen, wie immer: „Der Lanserhof steht für Entschleunigung. Aber ich nicht.“

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