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Um den Bolzplatz Marienstein gibt's Ärger.

Streit in Marienstein geht weiter

Bolzplatz ja, aber bitte woanders 

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Marienstein - Bolzplatz ja, aber bitte nicht vor meiner Haustür. In Marienstein wird heftig diskutiert.

Lauschige Abende auf der Terrasse kennt der Mariensteiner Harald Aimer nicht. Er wohnt gleich neben dem Bolzplatz. Dort herrscht bei schönem Wetter Hochbetrieb. „Und wenn man sich als Anwohner beschwert, ist man immer der Böse“, weiß Aimer. Dabei habe er das gleiche Ziel wie Andrea Kaffl, die dafür kämpft, dass künftig auch Jugendliche über 15 Jahre den Platz nutzen dürfen, meint Aimer: einen neuen Bolzplatz abseits der Häuser. Wie berichtet, hat Andrea Kaffl Unterschriften gesammelt. Auslöser war das wiederholte Einschreiten von Bürgermeister Sepp Hartl. Der hatte höchstpersönlich dafür gesorgt, dass über 15-Jährige den Bolzplatz verlassen. Denn die haben den Regeln zufolge dort nichts verloren. Kaffl jedoch macht sich dafür stark, dass auch die Älteren kicken dürfen. Aber nicht unbedingt auf dieser Wiese. Die Gemeinde könne an anderer Stelle einen Bolzplatz ausweisen, meint sie. 

Bürgermeister Hartl wiederum hat die Eltern aufgefordert, selbst einen Landwirt anzusprechen und um ein Grundstück zu bitten. Aimer hingegen sieht es wie Kaffl. Der Bürgermeister sei in der Pflicht, meint er. Mit dem Bolzplatz, den es schon seit 1980 gibt, habe die Gemeinde einen rechtsfreien Raum geschaffen, grollt er. Die bestehenden Regeln würden nicht eingehalten. Dabei gehe es nicht nur um den steten Lärm. „Ich habe auch zwei Sachbeschädigungen dokumentiert“, meint Aimer. Die Gemeinde müsse endlich für geordnete Verhältnisse sorgen. Unterdessen wundert sich Babette Vierling, dass der Bolzplatz mit benachbartem Spielplatz als Problem gesehen wird. „Man sollte die Kirche im Dorf lassen, genau wie unsere Kinder und Jugendlichen, weil auch sie zur Gemeinde gehören“, meint Vierling. Es sei schade, dass Beschwerden von Anwohnern kämen, die doch selbst als Jugendliche auf dem Platz ihren Spaß hatten.

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