Ladestationen für E-Autos, wie hier beim E-Werk Tegernsee, soll es auch in Waakirchen geben.
+
Ladestationen für E-Autos, wie hier beim E-Werk Tegernsee, soll es auch in Waakirchen geben.

Gemeinde Waakirchen vertraut auf Firma aus Landsberg

Mit privatem Partner zur E-Tankstelle

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
    schließen

Die Gemeinde Waakirchen will mit einer Firma aus Landsberg zusammenarbeiten, um die Elektromobilität vor Ort zu stärken.

Waakirchen – Die Absichtserklärung hatte der Waakirchner Gemeinderat schon in seiner März-Sitzung abgegeben: An drei Standorten sollen Ladestationen für E-Autos entstehen (wir berichteten). Den richtigen Partner für die Realisierung hat der gemeindliche Klimaschutz- und Energiebeauftragte Gerhard Kocher gefunden: Die Firma Erfurt e-mobility mit Sitz in Landsberg am Lech will die E-Ladestationen in Waakirchen errichten und betreiben.

Gemeinde Waakirchen vertraut auf Firma aus Landsberg

„Uns kostet das keinen Cent“, berichtete Bürgermeister Norbert Kerkel (FWG) jetzt im Gemeinderat. Die Gemeinde müsse lediglich die Grundstücke zur Verfügung stellen. Ein Ortstermin mit Firmen-Geschäftsführer Christian Erfurt habe bereits stattgefunden. Fazit: Es bleibt bei den ins Auge gefassten Standorten am Bahnhof Schaftlach, an der Turnhalle Waakirchen und im Waakirchner Zentrum bei der Kirche.

„Das ist für die Gemeinde ideal“, meinte Martin Weingärtner (ABV). Oft werde diskutiert, ob es denn Aufgabe einer Gemeinde sein könne, sich um Tankstellen zu kümmern. Dank der Kooperation mit der Firma Erfurt sei dies hier kein Thema: „Die Gemeinde hat keine Kosten.“

Auch Günther Jeske (FWG) befürwortete Konzept und Standorte. Aber eines fehlte ihm: die Möglichkeit, auch E-Bikes zu laden. „Da sollten wir noch ein Kabel dazutun.“

Die Möglichkeit dazu bestehe, führte Energiebeauftragter Kocher aus, der bei der Sitzung zugegen war. Nachdem E-Bikes auf dem Vormarsch seien, halte er die Schaffung entsprechender Lademöglichkeiten für sinnvoll. Für die Realisierung gebe es einige Varianten. „Aber es kostet natürlich mehr Geld.“

Waakirchen: Mit privatem Partner zur E-Tankstelle

Michael Mohrenweiser (ABV) erkundigte sich, ob die Ladestation in der Dorfmitte sich bei Dorffesten als hinderlich erweisen könnte. Dem sei nicht so, versicherte Kerkel. Beim Ortstermin mit Erfurt habe man alle Standorte unter die Lupe genommen. Beim Dorffest oder beim Christkindlmarkt könne die Gemeinde schließlich Verkehrsanordnungen treffen, um den Bereich für die Dauer der Festivitäten zu sperren.

Der Beschluss, die Firma Erfurt mit der Errichtung der drei E-Ladestationen zu beauftragen, fiel einstimmig. Zusätzlich sollen Möglichkeiten geschaffen werden, auch E-Bikes zu laden.

Cornelia Riepe (Grüne) dankte Kocher für sein Engagement. Ihr sind die Ladestationen ein besonderes Anliegen. Bereits im Februar hatten die Grünen in einem Antrag darum gebeten, sämtliche öffentlichen und gemeindlichen Parkflächen der Gemeinde auf die Eignung als Standort für E-Ladesäulen sowohl für Autos als auch für E-Bikes zu prüfen.

So schwer wie ein E-Bike, aber treten muss der Mensch mit reiner Muskelkraft: Das MVG-Rad taugt nach Ansicht des Waakirchner Gemeinderats nicht für den Einsatz im Oberland.

Tegernsee-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Tegernsee-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Tegernsee – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare