Das Golfhotel ist in die Jahre gekommen.
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Das Golfhotel ist in die Jahre gekommen.

Neue Pläne auf dem Steinberg

Lanserhof bekommt eine Radiologie - Golfhotel wird renoviert

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Aktuell baut Lanserhof-Chef Christian Harisch auf Sylt das teuerste Hotel Deutschlands. Ende des Jahres beginnt der Probebetrieb. Läuft alles gut, packt er auf dem Steinberg wieder an.

Marienstein – Christian Harisch ist angespannt. 125 Millionen Euro kostet es, ein Gesundheitshotel in den Sylter Sand zu setzen. „Der Bau ist wirklich ungemein schwierig“, seufzt er. Aber es zeichnet sich ein Ende ab. Im November soll der Probebetrieb auf der Insel starten, dann folgt die offizielle Eröffnung. Läuft der Start gut, will Harisch wieder auf dem Steinberg investieren. Konkrete Pläne dazu gibt es. Als erstes will Harisch dem 2014 eröffneten Gesundheitsresort Lanserhof eine Radiologie spendieren. „Im Moment müssen wir unsere Gäste zu den Untersuchungen immer ins Krankenhaus fahren“, berichtet Harisch. Das sei nicht angenehm. Darum plant er jetzt eine eigene Radiologie mit MRT und CT. Nicht nur für die Lanserhof-Gäste, wie Harisch versichert. „Das ist eine Innovation für die Region.“ Die Radiologie-Praxis soll sich in einen Hügel neben dem bestehenden Lanserhof-Gebäude schieben. Zur Rezeption hin gibt’s Tageslicht, die eigentliche Radiologie liegt unterirdisch.

Renovierung von Golfhotel in Planung

Im Jahr 2010 hatte Harisch das Gelände auf dem Steinberg erworben. Damals waren dort lediglich der Golfplatz Margarethenhof und das zugehörige Hotel angesiedelt. Den Platz ließ der Investor kurz darauf umgestalten, auch im Hotel fanden erste Renovierungen statt. „Jetzt wird es Zeit für den nächsten Schritt“, erklärt Harisch. Der Golfplatz soll in naher Zukunft eine bestens ausgestattete Driving Range erhalten. Aber auch die – seit langem geplante – Renovierung des Golfhotels mit derzeit 36 Zimmern soll nicht mehr lange warten. Die Ausstattung sei nicht mehr zeitgemäß, meint Harisch. Aktuell befinde man sich in der Planungsphase.

Bauausschuss hat keine Einwände

Im Waakirchner Bauausschuss ging es um die entsprechende Änderung des Bebauungsplans. Sie bildet die Grundlage zur Genehmigung der Radiologie-Praxis, der Driving Range und der Aufstockung des Golfhotels. Bürgermeister Norbert Kerkel und Bauamtsleiter Christoph Marcher stellten die Grundzüge der Planung vor. Der Ausschuss hatte keine Einwände, somit kann das Verfahren beginnen. Insgesamt, so Marcher, werde das Baufenster nicht größer, es entstehe im Gegenteil „mehr Luft“. Denn für die Radiologie-Praxis fällt im Gegenzug ein ursprünglich geplanter Verbindungsbau zwischen Lanserhof und Margarethenhof weg. „Das jetzt geplante Gebäude duckt sich ins Gelände“, meinte Kerkel.

Spezialisierung auf „Long Covid“

Insgesamt, so Harisch, solle das Golfhotel nicht mehr Gäste aufnehmen als bisher. Etliche Räume würden auch vom Lanserhof genutzt. Wie schnell er die Pläne umsetzen könne, lasse sich aktuell schwer sagen. Die Pandemie trifft den Unternehmer hart. Seine zwölf Betriebe mit 500 Mitarbeitern in Kitzbühel sind seit November geschlossen. Auf Corona stellt sich Harisch dauerhaft ein. Die Behandlung von „Long Covid“, also der Folgen einer eigentlich überstandenen Virus-Infektion, wird ein Schwerpunkt des Lanserhofs Sylt werden, meint Harisch: „Im Gesundheitsbereich ist das der Markt der Zukunft.“

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