1. Startseite
  2. Lokales
  3. Tegernsee
  4. Waakirchen

Nach vier Jahren endet der erste Durchlauf des Schulschachprojekts Mittelschule

Erstellt:

Von: Alexandra Korimorth

Kommentare

Können stolz auf das Erreichte sein: Die Mitwirkenden des Schulschachprojekts bei der Abschlussfeier in Waakirchen: (v. l.) Horst Leckner, Tran Duyen, Paul Schulze, Aziz Hanefi, Anjali Gorke, Walter Thoma, Samuel Loferer, Hans-Wilhelm Kaiser, Lenn-William Börner, Elias Rossa, Razvan Potolinca, Rudolf Tonner und Simon Klinke.
Können stolz auf das Erreichte sein: Die Mitwirkenden des Schulschachprojekts bei der Abschlussfeier in Waakirchen: (v. l.) Horst Leckner, Tran Duyen, Paul Schulze, Aziz Hanefi, Anjali Gorke, Walter Thoma, Samuel Loferer, Hans-Wilhelm Kaiser, Lenn-William Börner, Elias Rossa, Razvan Potolinca, Rudolf Tonner und Simon Klinke. © Thomas Plettenberg

Waakirchen – Nach vier lehr- und erlebnisreichen Jahren wurde die erste Generation Schach-Stipendiaten des Schulschachprojekts Mittelschule feierlich entlassen. Eine Erfolgsgeschichte, an deren Ende Freude, Dank, ein Quäntchen Abschiedswehmut, aber auch ein Neuanfang stehen.

Es war ein kleiner Kreis von Schülern der Mittelschulen in Rottach-Egern, Holzkirchen und Miesbach, die vor vier Jahren für das neu konzipierte Schachstipendium des Vereins Schulschach Landkreis Miesbach ausgewählt wurden. Am Freitag feierten sie, ihre Eltern, die Organisatoren des Projekts, Lehrer und Sponsoren mit einer Zertifikatverleihung im Waakirchner Restaurant San Martino den Abschluss des Projektes.

Bevor Initiator und Vorstandsmitglied Horst Leckner die Urkunden sowie ein handgefertigtes Edelholz-Schachbrett samt Spielfiguren an die neun Stipendiaten Paul Schulze, Aziz Hanefi, Anjali Gorke, Samuel Loferer, Katharina Kronberger, Lenn-William Börner, Elias Rossa, Razvan Potolinca und Simon Klinke überreichte, ließ Vereinsvorstand Hans-Wilhelm Kaiser die Geschichte Revue passieren: von der Ausschreibung über die „berührenden Bewerbungen“ von damals über 30 Mittelschülern bis zu den Ergebnissen.

Ein Abendessen mit Uli Hoeneß

Zwei der neun Stipendiaten haben eine Lehrstelle (als Koch beziehungsweise Forstwirt) angetreten. Die anderen sieben setzen ihre Schullaufbahn im M-Zug fort. Allesamt sind sie dem Schulschachverein dankbar für die Unternehmungen, Kontakte und persönlichen Coaching-Gespräche, die sie die im Rahmen ihres Stipendiums erfahren haben. Denn sie erhielten nicht nur Schachunterricht. Sie unternahmen auch gemeinsame Ausflüge, beispielsweise in die Allianz-Arena zu einem Fußballspiel. Sogar ein Abendessen mit Uli Hoeneß stand auf der Agenda. Die jungen Teilnehmer erhielten Einblicke in das gesellschaftliche Leben, nahmen an Kursen für die Persönlichkeitsentwicklung teil sowie am Kurs „Lernen lernen“.

Ein neuer Sponsor ist schon gefunden

„Ihr habt einen Booster für Euer Leben bekommen“, sagte Kaiser. Schulleiter Ulrich Throner, aus dessen Rottacher Mittelschule vier Schüler am Start waren, lobte: „Ihr habt Durchhalte- und Konzentrationsvermögen erlernt, logisches Denken, Entscheidungsstärke und die Fähigkeit, Verantwortung für die eigenen Entscheidungen zu übernehmen.“ Im Namen der Mittelschulen dankte er dem Verein: „Sie setzen genau da an, wo viele staatliche Programme versagen.“ Im Namen des Schulschachvereins dankten Kaiser, Leckner und Schachlehrer Thomas Walter den Sponsoren, allen voran Hajo Fritz vom Lions Club Tegernsee, der nicht nur die Initial-Finanzierung für die Tablets übernommen hatte, welche die Schüler für ihr Stipendium erhielten, sondern kontinuierlich mit den Erlösen diverser Golfturniere und Bücherbasare förderte. Leckner kündigte an, dass ein neuer Sponsor gefunden sei, der das nächste Schach-Stipendium-Projekt unterstützt, das zum Schuljahr 2022/23 aufgelegt werden soll.

Was die Stipendiaten mitnehmen? Aziz Hanefi sagte, dass er „teamfähiger“ geworden sei. Anjali Gorke sagte, dass sie mutiger geworden sei, Freundschaften geschlossen habe und sich mit ihrer Konzentrationsfähigkeit auch ihre Noten verbessert haben: „Durch das Schulschach-Stipendium habe ich einfach die richtige Richtung gefunden.“ Lenn-William Börner wurde die Angst vor dem Bewerbungsgespräch genommen, das so erfolgreich lief, dass er jetzt in Lohn und Brot steht.  

Auch interessant

Kommentare