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Das Golfhotel Margarethenhof soll mehr Zimmer bekommen. Mit einem Antrag zu Umbau und Erweiterung befasst sich der Bauausschuss am Dienstag. 

Lanserhof braucht Platz für Mitarbeiter

Neue Zimmer im Golfhotel – nicht nur für Gäste

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Lanserhof-Chef Christian Harisch investiert in sein Golfhotel Margarethenhof. Es soll mehr Zimmer bekommen, ohne in die Höhe zu wachsen. Harisch braucht Raum – derzeit vor allem für Mitarbeiter.

Waakirchen – Zur nächsten Sitzung des Waakirchner Bauausschusses – am Dienstag, 21. März, Beginn um 18 Uhr im Rathaus – hat das Planungsteam von Christian Harisch eine Voranfrage gestellt. Im Wesentlichen geht es nur um ein Treppenhaus. Hintergrund ist der Wunsch, die Zahl der Zimmer deutlich zu mehren. 36 sind es, 18 sollen dazukommen. Um das zu schaffen, sollen so genannte Duplex-Zimmer, die über zwei Etagen gehen, zu je zwei Zimmern werden.

Ursprünglich hatte Harisch angekündigt, er wolle das Golfhotel deshalb um etwa 1,50 Meter aufstocken (wir berichteten). Jetzt soll es ohne die Erhöhung gehen. „Auch aus Kostengründen“, meint Harisch. Ein Treppenhaus braucht es, weil es bisher nur einen Zugang von außen gibt. Ganz fix ist die Planung noch nicht. Der Entwurf entspringe der aktuellen Bastelstube der Architekten, erklärt Harisch. Man wolle ausloten, welche Lösung die Zustimmung der Behörden finde.

Eigentlich will Harisch das Golfhotel auf dem Steinberg als eigenständigen Betrieb in eine gute Zukunft führen. 36 Zimmer sind keine rentable Größe, die Erweiterung ist nötig. „Aber wahrscheinlich muss ich in die Zimmer wieder Mitarbeiter einquartieren“, seufzt Harisch. „Eine Katastrophe ist das.“

Wohnraum vor allem für die Mitarbeiter des benachbarten Gesundheitshotels Lanserhof zu finden, ist das größte Problem des Tirolers. Rund 200 Angestellte beschäftigt er auf dem Steinberg, also im Lanserhof und am Margarethenhof. Weitere werden laufend gesucht. Aber vor allem für junge Kräfte, die von weither kommen, sei es fast unmöglich, in der Umgebung Wohnraum zu bekommen, meint Harisch. Darum müsse er Mitarbeiter in Pensionen einquartieren oder eben in seinem Golfhotel. Um die Zukunft des Lanserhofs zu sichern, der betuchte Kundschaft aus aller Welt anzieht, will Harisch ein Personalhaus in Marienstein bauen und hofft auf die Unterstützung der Gemeinde Waakirchen. Konkret hat Harisch ein altes Gemeindehaus im Auge. Die letzten Mieter sind nach einem Wasserschaden ausgezogen, der Abriss steht bevor.

„Das Haus ist nicht zu retten“, weiß Bürgermeister Sepp Hartl (FWG). Was damit geschehen soll, darüber müsse der Gemeinderat noch entscheiden. Aktuell habe die Gemeinde den Gutachterausschuss am Landratsamt damit beauftragt, den Wert des 1500 Quadratmeter großen Grundstücks zu ermitteln. „Es muss alles ordnungsgemäß und rechtlich einwandfrei gehen“, erklärt Hartl. Deshalb werde die Gemeinde das Grundstück ausschreiben. Was nicht heißt, dass der Meistbietende die Fläche bekommt. „Wir wollen keine Spekulanten haben“, macht Hartl klar. Der Gemeinde sei bewusst, dass der Lanserhof die Wohnungen unbedingt brauche, versichert Hartl. „Wir behandeln das auch wohlwollend.“ Der Gemeinderat lasse sich aber auch nicht drängen, sondern nehme sich Zeit, alle Möglichkeiten zu durchdenken: „Wir müssen das ja auch vor unseren Bürgern vertreten.“

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