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Balthasar Brandhofer ist Nebenerwerbslandwirt.

Kritische Worte im Waakirchner Gemeinderat

Ökomodellregion: "Eine Feigenblatt-Aktion" 

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Waakirchen - Für den Waakirchner ABV-Gemeinderat Balthasar Brandhofer ist das Projekt Ökomodellregion Landkreis Miesbach "eine Feigenblatt-Aktion".  Das machte er bei einer Präsentation klar. 

Die Ökomodellregion Landkreis Miesbach: für Balthasar Brandhofer „eine Feigenblatt-Aktion“, wie er im Waakirchner Gemeinderat kundtat. Anlass war der Vortrag von Marika Kinshofer, Kreis-Koordinatorin der Modellregion. Sie stellte Projekte und Ziele vor, sprach über Blühwiesen und regionale Produkte. Brandhofer, einst Landesvorsitzender des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter und FWG-Landtagskandidat, beeindruckte der Vortrag nicht. „Da reden viele Leute mit, die in der Materie nicht drin sind“, sagte der Nebenerwerbslandwirt und Sparkassen-Angestellte.

Die Realität sehe anders aus. Da würden hektarweise Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen. Und ein Bauer, der seinen Betrieb auf Öko umstellen wolle, müsse sehr hohe Investitionen tätigen. Mancher kehre darum sogar wieder auf die konventionelle Schiene zurück. Das Projekt Modellregion sei für alle da, machte Kinshofer deutlich. Auch ohne Bio-Prädikat komme die bäuerliche Landwirtschaft im Landkreis Miesbach dem Ideal schon sehr nahe. Zwar sei die Reaktion der Bauern auf das Projekt noch verhalten. Doch müsse man es nach dem Auftakt im November 2015 ja auch erst einmal bekannt machen. Mit seiner Kritik stand Brandhofer im Gemeinderat allein. 

Rudi Reber (ABV) machte Kinshofer Mut. „Wir brauchen ein Umdenken“, sagte er. Der deutsche Trend gehe dahin, billige Lebensmittel zu kaufen, um Geld für Flachbildschirme und teure Autos zu haben. Dabei sei es hier in der Region eigentlich jedem möglich, sich gut zu ernähren. Auch von Andreas Hagleitner (FWG) kam Zuspruch. „Das ist keine Feigenblatt-Aktion, sondern sehr gut“, meinte er. Auch er halte ein Umdenken für nötig. Viel Erfolg wünschte Gisela Hölscher (FWG) der Aktion. Schließlich habe man in jüngerer Zeit erleben müssen, dass viele Landwirte ihren Betrieb aufgeben müssen – auch in der Gemeinde Waakirchen.

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