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Die Turnhalle in Waakirchen wird zur Mehrzweckhalle. Die Gemeinde lässt in den Ferien unter anderem einen zusätzlichen Fluchtweg schaffen.

„Das können wir selbst entscheiden“

Ohne Runden Tisch: Gemeinde lässt Turnhalle aufrüsten

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Waakirchen – Über die Sommerferien wird die Waakirchner Turnhalle zur Mehrzweckhalle. Gut 250 000 Euro steckt die Gemeinde in die Bauarbeiten. Einen Runden Tisch lehnt Hartl kategorisch ab.

Die Halle bekommt einen dritten Rettungsweg, zudem werden unter anderem die Fenster erneuert. Eine Rundum-Sanierung erhält auch der Raum im Tiefparterre, der lange als Unterkunft für Asylbewerber gedient hatte.

Die Flüchtlinge sind ausgezogen. Die Kosten für die Sanierung dieser Räume werden vom Landkreis beziehungsweise von der Regierung von Oberbayern getragen. Vor dem Einzug der Asylbewerber hatte der Sportverein dort seinen Jugendraum gehabt. Die künftige Nutzung ist laut Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) aber offen. „Wir denken da neu nach“, meint er auf Nachfrage unserer Zeitung.

Gern mitgedacht hätte übrigens die Kleinkunstbühne Waakirchen. Nicht speziell für diesen Raum, aber für die gesamte Turnhalle. So hatte der Vorsitzende Hugo Eder einen Runden Tisch zum Thema Nutzung der Turnhalle angeregt. „Für uns wäre zum Beispiel eine Verdunkelung wichtig“, erklärt Eder. Davon würden auch Sportler profitieren, zum Beispiel Badmintonspieler.

Im Gemeinderat erwähnte Hartl den Ruf nach einem Runden Tisch. Er stellte ihn aber nicht zur Diskussion, sondern erteilte eine klare Absage. „Das können wir im Gemeinderat selbst entscheiden“, erklärte Hartl. „Es geht immer noch um unsere Schulturnhalle.“ Die Mitglieder des Gemeinderats nahmen es zustimmend zur Kenntnis. Ohnehin, merkte Hartl an, wäre es für einen Runden Tisch zu spät gewesen. Die Ausschreibung für die Bauarbeiten an der Turnhalle sei im Juni erfolgt.

Eine Verdunkelung gehört nicht zu den Maßnahmen, die jetzt umgesetzt werden. „Das wäre wegen des Brandschutzes sehr teuer“, findet Bürgermeister Hartl. Er wolle aber noch prüfen lassen, ob es unter Umständen eine Möglichkeit gibt, das Außenlicht mit weniger Aufwand auszusperren.

Eder findet die Abfuhr „sehr schade“. Allerdings habe er trotz persönlicher Gespräche eigentlich nichts anderes erwartet, merkt Eder an: „Dabei gab es ganz am Anfang ein Ja zum Runden Tisch.“

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