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Der Stadel von Bauer Georg Schwaighofer wird zum Clubhaus für den Golfplatz Piesenkam umgebaut. Auch ein Hofladen findet hier Platz. 

Golfplatz Piesenkam

Schwaighofers Stadel wird zum Clubhaus

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Aus dem Stadel von Landwirt Georg Schwaighofer soll ein Clubhaus für den Golfplatz Piesenkam werden. Den Antrag auf Nutzungsänderung segnete der Waakirchner Bauausschuss nun einmütig ab.

Waakirchen– Es war das Ende einer langen Geschichte. Der Gemeinderat hatte er vor Kurzem die entsprechende Änderung des Bebauungsplans befürwortet. In Betrieb ist der Golfplatz schon seit über zwei Jahren. „Wir wollten eigentlich kein Clubhaus, und jetzt haben wir es doch“, merkte Rudi Reber (ABV) an. Allein der Umstand, dass der Stadel bereits besteht, Bauer Schwaighofer ihn aber nicht mehr als Schafstall nutzen könne, habe dies möglich gemacht. „Ohne den Synergieeffekt hätten wir nie zugestimmt“, meinte Reber.

Allerdings kann Golfplatz-Betreiber Karl-Heinz Krutz den Stadel auch jetzt nicht auf die Schnelle umbauen. Dem Wunsch des Investors an die Gemeinde, das Okay im sogenannten Freistellungsverfahren zu erteilen, kam der Bauausschuss nicht nach. „Das gibt es bei uns nicht“, erklärte Bürgermeister Sepp Hartl. Der Bauantrag muss damit das übliche Genehmigungsverfahren durchlaufen.

Die von der KG Golfplatz vorgelegte Skizze des umgebauten Stadels fand im Bauausschuss durchwegs Zustimmung. „Schaut ansprechend aus“, erklärte Bürgermeister Hartl. In dem Holzbau finden auch Büros und ein Hofladen Platz. Derzeit dient noch die ehemalige Auberge Moar Alm in Sachsenkam als Clubhaus. Der Pachtvertrag mit der KG Golfplatz läuft aber 2019 aus. Neben dem Stadel soll auch eine Driving Range entstehen.

„Ich hoffe, dass es nicht ewige Zeiten dauert, bis er das umsetzt“, meinte Reber nach dem Beschluss pro Clubhaus. Er spielte damit auf den Umstand an, dass von den ersten Planungen für den Golfplatz bis zu dessen Umsetzung gut 15 Jahre vergangen sind. Noch nicht realisiert ist die Unterführung der Kreisstraße MB 6, die den Platz durchschneidet. Es hakt an einer Vereinbarung mit dem Landratsamt. Die Behörde wartet auf eine Bürgschaft, die sicherstellt, dass die KG Golfplatz auch die Kosten für den Rückbau der Unterführung tragen kann. Zudem muss das Unternehmen zusichern, dass alle Kosten für Bau und Unterhalt übernommen werden. Erst dann gibt’s eine Genehmigung.

jm

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