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Waakirchen leidet unter viel Verkehr.

Reaktionen auf die Pläne der Bundesregierung

Umgehungsstraßen im Plan: So reagieren Waakirchen und Gmund 

Waakirchen -  Freude in Waakirchen und Gmund: Im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 sind in beiden Gemeinden Umfahrung im vordringlichen Bedarf aufgeführt.

Freude in Waakirchen und Gmund: Im Entwurf des am Mittwoch vorgestellten Bundesverkehrswegeplans 2030 sind sowohl die Umfahrung von Waakirchen als auch die von Gmund im vordringlichen Bedarf aufgeführt. Geschätzte Investitionskosten: 6,6 Millionen Euro für die 2,1 Kilometer lange Waakirchner Trasse, 47,9 Millionen Euro für die 3,8 Kilometer lange Trasse in Gmund. Damit ist die Basis für die Realisierung geschaffen. Gelten soll der Plan 15 Jahre lang.

„Das ist unser aller Erfolg“, freut sich Waakirchens Bürgermeister Sepp Hartl (FWG). Wie berichtet, hatte nicht nur die Gemeinde, sondern auch die Bürgerinitiative Verkehr Druck gemacht. „Das ist eine Anerkennung der Fakten“, meint Rainer Küppers als Sprecher der Initiative, die auch mit Transparenten auf die Belastung durch den Verkehr aufmerksam gemacht hat.

Auf der B 472, die mitten durch Waakirchen führt, rollen bis zu 14 000 Fahrzeuge pro Tag, rund 9000 durch Hauserdörfl. Vor allem der Schwerlastverkehr plagt den Ort. Rund 850 Lkw rauschen täglich durch Waakirchen. Um dem abzuhelfen, hat das Staatliche Bauamt Rosenheim eine Umfahrung südlich von Waakirchen im Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Die Dringlichkeit wird auch von den Verkehrsplanern als hoch angesehen. Noch handelt es sich allerdings um eine Geistertrasse. „Es ist auch gar nicht gesagt, dass sie südlich verläuft“, betont Bürgermeister Hartl. Bis jetzt ist die Umfahrung lediglich eine Idee, geboren aus dem Wunsch, Waakirchen und Hauserdörfl endlich vom Verkehr zu entlasten. Sicher ist nur eines: Es wird sehr schwierig werden, eine Trasse zu finden. „Wir müssen Farbe bekennen und schauen, was es für Möglichkeiten gibt“, erklärt Hartl. Der Druck, eine Planung zu entwickeln, sei nun deutlich größer.

Diskussionen wird es auch im Tegernseer Tal geben. Die Ortsumgehung von Gmund soll von der B 318 zwischen Moosrain und Dürnbach abzweigen und über die Felder Richtung Finsterwald verlaufen. Sie ist auch im künftigen Flächennutzungsplan aufgeführt, was der Gemeinde Bad Wiessee nicht gefällt. Sie fürchtet, dass mit der Gmunder Umfahrung deutlich mehr Verkehr durch Bad Wiessee fließen wird. „Wir freuen uns“, meint Bürgermeister Georg von Preysing (CSU). Allerdings noch verhalten. „Es wird dann auch von der Finanzierung abhängen. Die liegt beim Bund“, weiß Preysing. 

In den Kommunen werde es sicher noch viele Diskussionen geben, weiß der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan. Aber die Hausaufgaben seien erledigt: „Die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan ist ein erster notwendiger Schritt zur Realisierung der Maßnahmen.“ Verkehrspolitik sei Standortpolitik, gerade mit Blick auf den Tourismus in der Region, merkt die Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner an. Darum habe sie wie Radwan im Vorfeld Gespräche mit den Bürgermeistern vor Ort und den beiden Verkehrsministern aus Land- und Bund, Joachim Herrmann (CSU) und Alexander Dobrindt (CSU), geführt.

Fix ist bis jetzt nichts. Erstmalig gibt es eine umfassende Öffentlichkeitsbeteiligung zum Entwurf des Bedarfsplans. Ab Montag, 21. März, hat sechs Wochen lang jeder die Möglichkeit, sich schriftlich oder über die Internetseite des Bundesverkehrsministeriums bereitgestelltes Online-Formular zum Entwurf zu äußern. Beschlossen wird der Plan dann vom Kabinett.

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