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Auf dem Eisplatz in Schaftlach soll eine Mehrzweckhalle entstehen.

Anfrage bei Regierung von Oberbayern

Schaftlacher Eisratzn kämpfen um ihre Halle 

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Die Schaftlacher Eisratzn müssen um ihre Halle kämpfen. Aktuell läuft eine Anfrage bei der Regierung von Oberbayern. Es geht um die Grundsatzfrage: Ist eine Halle an dieser Stelle überhaupt zulässig?

Waakirchen – Um ihren Traum vom Leistungszentrum der Stockschützen aus der ganzen Region müssen die Schaftlacher Eisratzn ziemlich kämpfen. Derzeit wartet der Verein auf eine Antwort der Regierung von Oberbayern zu der Frage, ob die Halle mit den Zielen der Landesplanung zu vereinbaren ist. Eben darum konnte der Antrag auf Förderung des Projekts aus Mitteln des Leader-Programms des Freistaates noch nicht gestellt werden. Wie berichtet, hätte dies im Februar geschehen sollen. Deshalb hatte der Waakirchner Gemeinderat den Eisratzn im Januar per Beschluss seine finanzielle Rückendeckung zugesichert.

Geplant ist eine Mehrzweckhalle auf dem bisherigen Eisplatz, 28 Meter breit und 36 Meter lang. Es wird eine trockene Halle ohne

Eisfläche sein. Neben den Wettbewerben der Stockschützen könnten dort unter anderem Hallen-Flohmärkte, Messen, Konzerte und Theateraufführungen stattfinden. Die Fläche liegt im Außenbereich, und zwar auf Warngauer Flur.

Zulässig sei der Bau nur, wenn das Projekt in die Landesentwicklungsplanung passt, erklärt Birger Nemitz, Sprecher des Miesbacher Landratsamtes. Bevor der Kreis sich weiter damit befasse, müsse sichergestellt sein, dass die Regierung von Oberbayern die Halle befürworte. Das Amt werde der Entscheidung folgen. Speziell geht es um das Anbindegebot. Demnach dürfen Neubauten nicht in die freie Landschaft gesetzt werden, sondern müssen an Siedlungsgebiete andocken.

Dass erst noch die Regierung von Oberbayern zu befragen ist, war bisher kein Thema. Schließlich gibt es den Platz der Eisratzn schon lange, auch ein Vereinsheim gehört dazu. Für eine Überdachung des Platzes bräuchte der Verein keine Sonder-Genehmigung des Freistaates, erklärt Nemitz. Die dem Landratsamt jetzt vom Verein vorgelegte Planung beinhalte aber eine solide Mehrzweck-Halle. „Es handelt sich also um deutlich mehr als nur um die Überdachung einer vorhandenen Sportfläche“, erklärt Nemitz.

Für die Realisierung der Halle müssten der Flächennutzungsplan und auch der Bebauungsplan geändert werden. Dies wäre Aufgabe der Gemeinde Warngau. Bislang habe man sich im dortigen Rathaus mit der Angelegenheit aber noch nicht befasst, meint der Warngauer Bürgermeister Klaus Thurnhuber. „Da muss erst mal das Konzept stehen.“ Vorab könne er nicht sagen, ob die Gemeinde die Hallenpläne befürworte.

Unterdessen haben die Eisratzn mit Unterstützung des Dritten Bürgermeisters Rudi Reber (ABV) das Projekt weit vorangetrieben. Die Kosten für den Bau sind auf 550 00 Euro geschätzt. Die Altgelt-Stiftung hat eine Spende von 250 000 Euro in Aussicht gestellt. Aus dem Leader-Prosgramm könnten weitere 200 000 Euro kommen, allerdings muss die Gemeinde die Summe vorfinanzieren und eine Bürgschaft übernehmen. Ziel der Eisratzn ist es, die Halle bis zum Herbst zu errichten. 

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