Stefan Britz  und Norbert Kerkel auf der Baustelle des neuen Feuerwehrhauses
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Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Kommandant Stefan Britz (l.) und Bürgermeister Norbert Kerkel freuen sich auf das neue Feuerwehrhaus, das am Kreisel in Hauserdörfl entsteht und 2021 fertig sein soll. Foto: Thomas Plettenberg

Die Bauarbeiten haben begonnen

Startschuss fürs neue Feuerwehrhaus

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Mit Volldampf graben sich die Baggerschaufeln in die Erde: Der Bau des neuen Waakirchner Feuerwehrhauses am Kreisel in Hauserdörfl hat begonnen.

  • Die Bauarbeiten für das neue Feuerwehrhaus haben begonnen
  • Der Neubau soll 2021 fertig sein
  • Auch drei Wohnungen entstehen

Waakirchen – Mit strahlendem Lächeln und im Festtagsgewand steht Kommandant Stefan Britz in frisch aufgeworfener Erde. Lange haben er und seine Kameraden auf diesen Moment gewartet: Die Bauarbeiten für das neue Feuerwehrhaus haben begonnen. Am Mittwoch rollte der erste Bagger an, seitdem wird mit Volldampf gearbeitet. Es ist eng auf der Baustelle. Das Gebäude mit Übungsplatz in die Fläche am Hang zu zirkeln, hatte die Planer vor Herausforderungen gestellt.

„Aber der Standort passt sehr gut“, freut sich Britz. Um ihn wurde lange gerungen. Erst hatte die Gemeinde noch unter der Regie des damaligen Bürgermeisters Sepp Hartl die Wiese neben dem jetzigen Feuerwehrhaus kaufen wollen, um dort einen Neubau zu realisieren. Als dieser Plan scheiterte, begann eine langwierige Suche. Letztlich gab der Freistaat sein Okay für einen Neubau am Kreisel. Im Mai 2018 kündigte Hartl den Baubeginn für das Frühjahr 2019 an.

Lange Zeit der Planung

„Wir haben da sehr lange hingeplant“, weiß Hartls Nachfolger Norbert Kerkel (FWG). Alle Vorgaben zu erfüllen, den Hag zu schonen und dabei auch den Belangen der Anwohner Rechnung zu tragen, erwies sich als schwierig. Das Kommunalunternehmen der Gemeinde, das den Bau hochzieht, holte zu Jahresbeginn den Planer Thomas Schmidt ins Boot, der das Gebäude ein Stück verkleinerte.

Aktuell laufen noch die Ausschreibungen für einige Gewerke. „Aber wir wollten jetzt einfach anfangen“, erklärt Kerkel. „Das geht jetzt Schlag auf Schlag.“ Er rechne mit einer Bauzeit von einem Jahr. Der Baufortschritt hänge aber stark davon ab, wie streng der Winter wird.

Weil bislang nur die Baumeisterarbeiten fest vergeben sind, steht noch keine verlässliche Kostenkalkulation. Zuletzt war von einer Bausumme in Höhe von 2,5 Millionen Euro die Rede. Erstellt werden nicht nur ein Feuerwehrhaus mit Halle für vier Fahrzeuge und einen Anhänger, Neben- und Schulungsräumen, sondern auch drei Wohnungen mit je 35 Quadratmetern. Wer dort einzieht, ist noch offen. Ideal wäre es, so Kerkel, wenn in mindestens einer Wohnung ein Feuerwehrler lebt. „Dann wäre immer einer da.“ Die Vergabe sei aber noch nicht erfolgt: „Am Bedarf wird es sicher nicht mangeln.“

Auch für den Bauhof verbessert sich die Situation

Für die Feuerwehr wird mit der Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrhauses eine Leidenszeit zu Ende gehen. Ihr jetziges Gebäude gleich neben dem Rathaus muss sich die viel geforderte Wehr mit dem Bauhof teilen. Es stehen nur zwei Garagen für die vier Fahrzeuge zur Verfügung, so dass die Wehr ihren Fuhrpark verteilen muss. Ein Fahrzeug steht in einer Bauhof-Garage, ein Pritschenwagen ist in einer Garage unterhalb der Kirche untergebracht. Diesen Punkt und viele weitere haben die Aufsichtsbehörden immer wieder bemängelt. „Wir mussten definitiv schauen, dass wir was weiterbringen“, meint Kerkel.

Wenn die Feuerwehr nächstes Jahr auszieht, gewinnt auch der Bauhof endlich mehr Platz. Sechs Männer sind dort beschäftigt, der Maschinenpark ist beachtlich. Das Gebäude neben dem Rathaus wird dem Bauhof künftig ganz gehören. Ein kleiner Umbau werde nötig sein, erklärt Kerkel, aber keine große Maßnahme. Mit der Planung werde sich der Gemeinderat Anfang 2021 beschäftigen.

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