Süd-Umgehung Waakirchen: Argumente suchen für die Vorzugstrasse
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Die Wunschtrasse verläuft zu einem großen Teil im Tunnel und sieht auch eine Entlastung von Hauserdörfl vor.

Kein ökologisches Gutachten

Süd-Umgehung Waakirchen: Argumente suchen für die Vorzugstrasse

  • Christina Jachert-Maier
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Wie soll’s weitergehen mit der Waakirchner Verkehrsplanung? Darüber will Bürgermeister Norbert Kerkel (FWG) mit den Vertretern des Staatlichen Bauamts Rosenheim reden.

Waakirchen – Wie soll’s weitergehen mit der Waakirchner Verkehrsplanung? Darüber will Norbert Kerkel (FWG) als neuer Bürgermeister nächste Woche mit den Vertretern des Staatlichen Bauamts Rosenheim reden. Es gilt, den Faden wieder aufzunehmen.

Im Raum steht der Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP), der den Bau einer einfachen Südumgehung Waakirchens für geschätzte 7,67 Millionen Euro hoch priorisiert. Doch die hatte der vorherige Gemeinderat klar abgelehnt. Nach vielen Untersuchungen und Debatten entschied sich das Gremium im Dezember 2019 für die sogenannte Vorzugstrasse, die der von ihm beauftragte Experte Helmuth Ammerl als beste Möglichkeit erarbeitet hatte. Es handelt sich um eine teils untertunnelte, teils in Trögen verlaufende Südumgehung. Rund 83,5 Millionen Euro wären für die rund 2,7 Kilometer lange Trasse fällig, die über knapp einen Kilometer komplett unterirdisch verlaufen würde. Flankierend ist eine Entlastung für das vom Verkehr schwer belastete Hauserdörfl vorgesehen.

Mehr zum Thema:  Verkehrsentlastung von Waakirchen: Klare Empfehlung, keine Entscheidung

Süd-Umgehung Waakirchen: Argumente suchen für die Vorzugstrasse

Soweit der per Beschluss fixierte Wunsch. Völlig offen ist, wie die Gemeinde den Bund überzeugen kann, die Kosten für diese Lösung zu übernehmen. Einige Hoffnung setzte die Gemeinde auf ein ökologisches Gutachten. Es sollte Argumente für den Bau der teils untertunnelten Variante liefern. Wie berichtet, beschloss der Gemeinderat, ein solches Gutachten in Auftrag zu geben. „Aber wir haben es dann doch gelassen“, erklärt Kerkel. Die entsprechenden Büros hatten der Kommune schon im Vorfeld klar gesagt, dass die Öko-Analyse die erhofften Argumente nicht liefern wird. „Wir haben keine Chance, da was rauszuholen“, meint Kerkel. Das Geld für das Gutachten wäre in den Sand gesetzt.

Beim Gespräch mit den Vertretern des Bauamts will Kerkel abklopfen, wie der weitere Kurs aussehen kann. Danach soll es dann einen Termin mit dem gesamten Gemeinderat geben. Schließlich gehören dem viele neue Mitglieder an. Somit könnte sich auch an der Haltung zum Thema Verkehrsentlastung etwas geändert haben. Kerkel persönlich lehnt die einfache Südumfahrung, wie sie der BVWP vorsieht, weiterhin ab. Auch eine Lösung für Hauserdörfl ist für ihn unabdingbar. Eine Umfahrung dieses Orts ist aber nicht Teil des BVWP. Sie müsste erst in die Fortschreibung des Ausbauplans für Staatsstraßen aufgenommen werden. Auch dies wird mit dem Bauamt zu besprechen sein.

Weiter im Raum steht auch der Bau eines Ortstunnels, für den FW-Gemeinderätin Gisela Hölscher und die Bürgerbewegung „Entlastung der B472“ 2017 3500 Unterschriften gesammelt hatten. Die Kosten hierfür: mindestens 120 Millionen Euro.

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