+
Ausgezeichnet: Kuh Susi aus Krottenthal.

Erster Platz bei Rasseschau

Kuh Susi hat Schwein gehabt

Waakirchen - Schwein gehabt hat Kuh Susi bei der ersten Rasseschau für Murnau-Werdenfelser-Rinder. Sie belegte den ersten Platz.

Die erste Rasseschau für Murnau-Werdenfelser-Rinder seit 50 Jahren lief für Kuh Susi hervorragend. In ihrer Kategorie belegte die in Krottenthal bei Waakirchen beheimatete Jungkuh den ersten Platz. Sehr zur Freude der mitgereisten Susi-Fans. Die Ausstellung fand im Freilichtmuseum Glentleiten bei Murnau statt. Zugelassen war ausschließlich das Murnau-Werdenfelser-Rind. In mehreren Kategorien bewertete eine Jury die im Rondell vorgeführten Tiere. „Ausschlaggebend sind da unter anderem Muskelung, Zitzenstellung, Halsstellung oder die Farbe des Fells“, erklärt Susi-Besitzerin Christine Weindl (49), die gemeinsam mit Mann Hans für die Züchtung auf dem heimischen Hof verantwortlich ist. Susi belegte am Ende den ersten Platz in der Kategorie Kalbinnen über zwei Jahre. Die Freude über diese Platzierung war groß. „Wir hatten unsere Kinder und einige Nachbarn dabei“, erzählt Christine Weindl. „Wir waren die einzigen, die bei der Preisverleihung gejubelt haben. Das war fast ein bisschen peinlich.“

Die Murnau-Werdenfelser sind erst seit Kurzem wieder bei den Landwirten gefragt. „Diese Rasse gibt – verglichen mit dem Fleckvieh – weniger Milch“, sagt Weindl. „Deswegen hatten die meisten Betriebe zwischenzeitlich auf Fleckvieh umgestellt.“ Früher dienten die Murnau-Werdenfelser in erster Linie zu Transportzwecken, mit zunehmendem Maschineneinsatz ging der Bestand immer weiter zurück. Im Jahr 1980 führten nur noch zwei Betriebe deutschlandweit diese Rasse. Der Tiefpunkt. Inzwischen konnte der Bestand, auch durch staatliche Zuschüsse, wieder aufgestockt werden. „Wir sind stolz darauf, die Rasse weiter zu erhalten“, meint Weindl.  Bastian Huber

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Samba und Schmäh:Die Mischung macht’s
Heiße Sambatänzerinnen, zauberhafte Debütanten, Wiener Klänge und ein gelungenes Menü: Die Mischung passte beim zweiten Bayerischen Opernball auf Gut Kaltenbrunn. 
Samba und Schmäh:Die Mischung macht’s
Perronstraße: Bauarbeiten lassen Nachbarn stutzig werden
Obwohl die Baugenehmigung für das geplante Sanatorium noch nicht vorliegt, wird an der Perronstraße in Tegernsee schon fleißig gebaggert. Wie kann das sein?, fragen sich …
Perronstraße: Bauarbeiten lassen Nachbarn stutzig werden
Was bleibt für Familien? CSU lädt zum Ortsgespräch
Es entstehen exklusive Wohnparks und luxuriöse Tourismusbetriebe. Aber was bleibt für die Familien? Diese Frage stellt der Wiesseer CSU-Ortsverband bei einem …
Was bleibt für Familien? CSU lädt zum Ortsgespräch
Am Steinberg: Neuer Anlauf für heikles Bauvorhaben  
Bauen am Rande einer Feuchtwiese? Seit über fünf Jahren kämpft eine einheimische Familie im Gmunder Ortsteil Am Steinberg darum. Jetzt wird der Fall wieder konkret.
Am Steinberg: Neuer Anlauf für heikles Bauvorhaben  

Kommentare